Korseby Online - Dicranaceae

Dicranaceae

Manchmal wird diese Moosfamilie auch als Gabelzahnmoose bezeichnet weil die 16 Zähne des Peristoms oft tief gespalten sind.

Index

Leucobryum

Leucobryum ist eine vorwiegend tropische Moosgattung aus der Familie der Dicranaceae. In Deutschland kommen nur 2 Arten vor, die häufig auf sauren Böden und schattig bis halbschattigen Plätzen zu finden sind.

Merkmale
Leucobryum-Arten bilden meist weißlich grüne polsterförmige Rasen. Die Blätter stehen dicht an dem Stämmchen, welcher keinen Zentralstrang aufweist, und besitzen eine sehr breite Blattrippe, die fast das gesamte Blatt ausfüllt, welche aus 2- bis 10-schichten toten Zellen (den Hyalocyten) und ein- bis drei-schichtigen grünlichen Chlorocyten besteht. Die einzelne und aufrechte Seta besitzt an der Spitze aufrechte Kaseln, die meist 16 Peristomzähne aufweisen, lanzettlich geformt sind und bis zur Mitte zweischenklig sein können. Die Kalyptra ist mützenartig geformt.

Leucobryum glaucum

leucobryum glaucum
Leucobryum glaucum
leucobryum glaucum detail
L. glaucum Detail
Leucobryum glaucum ist eine Moosart aus der Familie der Dicranaceae, welche weißliche grüne, oft etwas aufgewölbte Rasen bildet. Es kommt auf sauren Böden meist in Wäldern vor. Dort bevorzugt es feuchte, kalkfreie und humose Böden. Es wächst jedoch auf auf totem Holz und auf Torf zu finden. Es ist nicht nur in Deutschland und Europa zu finden, sondern auch in Asien, Nord- und Mittelamerika.

Merkmale
Die Stämmchen von Leucobryum glaucum können bis 20 cm hoch werden, sind meist jedoch um die 10 cm hoch. Sie bilden große weißlich grüne Rasen aus, die oft schwammig und aufgewölbt sind. Die am Stämmchen dicht gestellten Blätter stehen aufrecht ab oder sind schwach einseitswendig. Sie sind 5 bis 12 mm lang, ganzrandig, lanzettlich geformt und an der Blattspitze fast röhrenförmig eingerollt. Am Grund sind sie zudem eiförmig. Die Blattbasis ist hell gesäumt und weist gestreckte Zellen auf, wogegen der Rest des Blattes fast rechteckige Zellen aufweist. Die Blattrippe ist sehr breit und besteht aus drei bis 8 Schichten aus Chlorocyten und Hyalocyten. Die purpurne Sete trägt geneigte, gekrümmte Kapseln, die 16 Peristomzähne aufweisen und bis zur Mitte zweischenklig sind.

Campylopus introflexus

campylopus introflexus
Campylopus introflexus
Hinweis: Neophyt aus Amerika.

campylopus introflexus detail
C. introflexus etwa 20x vergr.
campylopus introflexus glashaar
C. introflexus Glashaare
campylopus introflexus sporogonen
C. introflexus Sporogonen

Campylopus pyriformis (Torf-Krummstielmoos)

campylopus pyriformis
Campylopus pyriformis
Das Torf-Krummstielmoos Campylopus pyriformis ist ein kleines, recht vielgestaltiges Moos, welches in Mitteleuropa häufig anzutreffen ist.

Merkmale
Die zarten, 0,5 bis 3 cm hohen Pflanzen bilden dichte, gelb-grün gefärbte Rasen. Sie ähneln der Art Dicranodontium denudatum. Die Blätter sind lanzettlich. Insbesondere die oberen sind sehr schmal-länglich, leicht verbogen, und in eine lange Spitze ausgezogen. Die Laminazellen sind unregelmäßig rechteckig. Dabei sind sie im unteren Teil des Blattes hyalin durchscheinend mit dünnen Zellwänden, und länglich rechteckig, im oberen Teil kürzer und dicker. Die Blattflügelzellen sind nur undeutlich differenziert. Die Art vermehrt sich vegetativ durch eilanzettlich geformte Brutblätter oder Rhizoidgemmen, Sporogone sind eher selten. Die Kapsel ist gelblich gefärbt und hat rötliche Peristomzähne, die bis zur Hälfte gespalten sind. Die Seta ist gelb.

Vorkommen
Das Moos wächst an nährstoffarmen, lichtreichen, stets kalkfreien Standorten, beispielsweise auf Torf, morschem Holz, oder Sandböden. Häufig ist es in Hochmooren an trittgestörten Stellen zusammen mit Cephalozia connivens anzutreffen. Das Moos kommt in sehr verschiedenen Teilen der Welt vor. Südöstliches Südamerika, westliches Europa einschließlich der atlantischen Inseln, Zentral- und Südafrika, auf Australien, Neuseeland und den Pazifischen Inseln, in Zentralasien sowie an einzelnen Stellen in Nordamerika. Man vermutet, daß sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet in Südamerika lag und von dort durch den Menschen und Vögel verschleppt wurde. Nach Europa wurde es vermutlich im 17. oder 18. Jahrhundert eingeschleppt.

campylopus pyriformis kapsel
Campylopus pyriformis
Kapsel
campylopus pyriformis lamina blattgrund
Campylopus pyriformis
Laminazellen am Blattgrund
campylopus pyriformis lamina blattspitze
Campylopus pyriformis
Laminazellen in der Spitze

Dicranum polysetum (Gewelltblättriges Gabelzahnmoos)

dicranum polysetum
Dicranum polysetum
dicranum polysetum rhizoidfilz
Dicranum polysetum
Rhizoidenfilz (30x)
Das Gewelltblättrige Gabelzahnmoos Dicranum polysetum ist momentan in Europa durch die Zerstörung von lichtreichen, mageren Gehölzformationen und durch erhöhte Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft und der Luft im Rückgang begriffen. In neuerer Zeit wurden nur noch selten fruchtende Pflanzen beobachtet.

Vorkommen
Das Laubmoos besiedelt bevorzugt nährstoffarme, neutral bis schwach saure Torf-, Humus- oder Sandböden. Es ist in Heiden, Moor- oder Kiefernwäldern, seltener auf Silikat- oder Kalkfelsen zu finden. Typische Begleitmoose sind Dicranum scoparium, Polytrichum formosum, Pleurozium schreberi, Scleropodium purum und Hypnum jutlandicum.

Erkennungsmerkmale
Dicranum polysetum wächst in gelblich-grünen Rasen. Sporogone werden pro Perichaetium meist in kleinen Gruppen bis zu fünft gebildet. Die winzigen männlichen Pflänzchen sind im Rhizoidfilz der weiblichen verborgen. Die weiblichen Pflanzen sind mit einem weit nach oben reichenden, braunen Rhizoidfilz besetzt. Die Blätter sind charakteristisch querwellig, schwach einseitswendig und unregelmäßig gesägt. Die Rippe endet vor der Spitze und hat auf der Unterseite 2 typischen hervorstehende Lamellen.

dicranum polysetum blattgrund
Dicranum polysetum
Blattgrund (40x)
dicranum polysetum blattspitze
Dicranum polysetum
Blattspitze (40x)
dicranum polysetum lamina
Dicranum polysetum
Laminazellen (400x)

Dicranum bonjeanii

Dicranum bonjeanii unterscheidet sich durch die gesägte Blattspitze, den ansonsten aber glatten Blattrand, der am Rücken glatten Rippe und den bräunlich-weißem Rhizoidenfilz vom recht ähnlichen Dicranum polysetum, welches sich ebenfalls durch die in der Blattspitze langgestreckten Laminazellen und den gewellten Blättern auszeichnet. D. bonjeanii besiedelt lichte bis halbschattige, neutrale bis schwach saure, trockene oder nasse, oft kalk- oder humusreiche Stellen in Niedermooren, auf feuchten Wiesen, in Halbtrockenrasen und auf beschatteten, übererdeten Kalkfelsen. Es ist durch den Rückgang seiner Lebensräume relativ selten geworden. In Deutschland wie in Mecklenburg-Vorpommern ist es gefährdet.

dicranum bonjeanii
Dicranum bonjeanii
Habitus
dicranum bonjeanii blaetter
Dicranum bonjeanii
gewellte Blätter (30x)
dicranum bonjeanii blattgrund
Dicranum bonjeanii
Blattgrund (40x)

dicranum bonjeanii blattspitze
Dicranum bonjeanii
Blattspitze (250x)
dicranum bonjeanii blatt querschnitt
Dicranum bonjeanii
Blatt-Querschnitt (400x)
dicranum bonjeanii lamina
Dicranum bonjeanii
Laminazellen (400x)

Dicranum scoparium (Gewöhnliches Gabelzahnmoos)

dicranum scoparium
Dicranum scoparium
Habitus
dicranum scoparium lamina
Dicranum scoparium
Laminazellen (400x)
dicranum scoparium rippe
Dicranum scoparium
Blattrippe (400x)

Dicranum elongatum (Langblättriges Gabelzahnmoos)

Das Langblättrige Gabelzahnmoos Dicranum elongatum ist ein Laubmoos, welches in Europa nur in alpinen Lagen in Hochgebirgsregionen auf Erde, an Felsen und in Mooren vorkommt. Es wächst in dicht rhizoidfilzigen Polstern und zeichnet sich durch etwa 3 bis 4 mm große, aufrecht abstehende Blätter aus, die rechteckige, getüpfelte Zellen an der Blattbasis und rundlich bis subquadratische, dickwandige Zellen in der Blattspitze aufweisen.

dicranum elongatum
Dicranum elongatum
Habitus
dicranum elongatum blatt
Dicranum elongatum
Blatt (40x)
dicranum elongatum blattfluegel
Dicranum elongatum
Blattflügelzellen (200x)

dicranum elongatum blattquerschnitt
Dicranum elongatum
Blattquerschnitt (200x)
dicranum elongatum blattspitze
Dicranum elongatum
Zellen der Blattspitze (400x)
dicranum elongatum lamina
Dicranum elongatum
Laminazellen (400x)

Orthodicranum montanum (Berg-Gabelzahnmoos)

orthodicranum montanum
Orthodicranum montanum
Orthodicranum montanum (oder Dicranum montanum), das Berg-Gabelzahnmoos, ist ein häufiges, epiphytisches Laubmoos.

Erkennungsmerkmale
Orthodicranum montanum bildet dichte, frisch- bis geblich grüne Polster. Die einzelnen, bis 5 cm hohen Pflanzen haben einen dichten, braunen Rhizoidenfilz. Die trocken geschlängelt bis gedrehten Blätter sind im feuchten Zustand eher einseitswendig gekräuselt. Sie verlaufen in eine lange, weit herab gezähnte Pfriemenspitze und können bis 4 mm lang und 0,4 mm breit werden. Die Blattrippe endet in der Blattspitze und nimmt etwa 1/5 des Blattes ein. Die dickwandigen, ungetüpfelten Laminazellen sind in der Blattmitte länglich rechteckig und etwa 25 bis 50 µm lang und 7 bis 11 µm breit. In der Blattspitze sind die Zellen deutlich kürzer bis subquadratisch. Die unauffälligen Blattflügelzellen sind etwas aufgedunsen.

Vorkommen
Orthodicranum montanum ist ein häufiges, epiphytisches Moos, welches zumeist die Rinde von Buchen, Kiefern und Birken besiedelt. Es bevorzugt saures, nährstoff- und kalkarmes Substrat. Es ist besonders in Wäldern verbreitet, kommt jedoch auch auf Felsen vor. Häufige Begleitmoose sind Dicranum scoparium, Hypnum cupressiforme oder Tetraphis pellucida. Das Moos ist circumboreal verbreitet. In Europa und Deutschland ist es eines der häufigsten epiphytischen Moose an Bäumen, welches gegen Luftschadstoffe relativ unempfindlich ist.

orthodicranum montanum habitus
Orthodicranum montanum
Habitus
orthodicranum montanum blattbasis
Orthodicranum montanum
Blattbasis (125x)
orthodicranum montanum lamina
Orthodicranum montanum
Laminazellen (400x)

Orthodicranum flagellare (Flagellen-Gabelzahnmoos)

orthodicranum flagellare
Orthodicranum flagellare
Habitus
orthodicranum flagellare lamina
Orthodicranum flagellare
Laminazellen (400x)
Orthodicranum flagellare bildet vor allem im Spätsommer charakteristische, nadelförmige Brutsprosse aus, durch die es sich vegetativ vermehren kann. Im Unterschied zu Orthodicranum montanum sind die mehr oder minder röhrigen Blätter weniger stark gekräuselt und nur an der Blattspitze gesägt. Die Laminazellen sind zudem nicht papillös und fast glatt. Die Blattrippe nimmt fast 1/3 des Blattgrundes ein. Insgesamt wächst das Moos in dichten, lebhaft gelbgrünen Rasen und besiedelt neutrale bis saure Laub- oder Nadelbaumborke und ist besonders im Bereich der Stammbasen zu finden. Es bevorzugt auch morsches Holz oder seltener Rohhumus. Typische Begleitmoose sind Hypnum cupressiforme, Hypnum mamillatum, Lophocolea bidentata, Tetraphis pellucida oder in Mooren auch Odontoschisma denudatum. Das kalkscheue Moos ist deutlich seltener als O. montanum und ist deutschlandweit und in Mecklenburg gefährdet.

orthodicranum flagellare blatt
Orthodicranum flagellare
Blatt (40x)
orthodicranum flagellare brutspross
Orthodicranum flagellare
Brutspross (40x)
orthodicranum flagellare blattfluegel
Orthodicranum flagellare
Blattflügel (250x)

Dicranella heteromalla (Einseitswendiges Kleingabelzahnmoos)

dicranella heteromalla
Dicranella heteromalla
Das Einseitswendige Kleingabelzahnmoos Dicranella heteromalla ist ein Wegbegleiter des Menschen und gegen Luftverschmutzung relativ unempfindlich.

Erkennungsmerkmale
Dicranella heteromalla bildet meist ausgedehnte, gelbgrüne bis grüne Rasen. Manchmal wächst es auch aus seinem recht beständigen Protonema heraus. Einzelne Pflanzen werden bis 3 cm hoch. Die aufrecht abstehenden, sichelförmigen, einseitswendigen, an der Basis leicht gezähnelten Blätter verlaufen in eine lange Pfriemenspitze. Die breite, aus dem Blatt austretende Rippe nimmt etwa 1/3 des Blattgrundes ein und ist im oberen Teil des Blattes mehrschichtig. Perichaetialblätter verschmälern sich aus ihrer scheidigen Basis ziemlich plötzlich in einen Pfriemenspitze. Die gelblich-braune Seta trägt gekrümmte, geneigte, entleert gefurchte Kapseln, die ein rötliches Peristom haben und gelbgrüne Sporen ausbilden. Sporen werden ganzjährig relativ häufig gebildet.

Vorkommen
Dicranella heteromalla ist ein typisches Pioniermoos, das kalkarme, lichte bis schattige, oft saure und trockene bis feuchte Standorte besiedelt und auf sandig-lehmiger oder humusarmer Erde, auf übererdeten Felsen, auf morschem Holz oder an Baumbasen zu finden ist. Verbreitet ist es an Wegböschungen und in lichten Wäldern. Es bildet sogenannte Moosschürzen entlang von umgefallenen Baumstümpfen aus. Atrichum undulatum, Hypnum cupressiforme oder Calypogeia muelleriana sind häufige Begleitmoose. Das in Europa, Asien und Nord-Amerika verbreitete Moos ist in Deutschland ungefährdet und häufig.

dicranella heteromalla blatt
Dicranella heteromalla
Blatt (40x)
dicranella heteromalla habitus
Dicranella heteromalla
Habitus
dicranella heteromalla lamina
Dicranella heteromalla
Laminazellen (400x)

Dicranella staphylina (Acker-Kleingabelzahnmoos)

dicranella staphylina
Dicranella staphylina
Erkennungsmerkmale
Dicranella staphylina wächst in hellgrünen, begrenzt-dichten Rasen, kleinere Herden oder eingesprengt zwischen anderen Ackermoosen. Das bis 5 mm große Moos bildet trocken verbogene, feucht nur schwach einseitswendige, länglich-lanzettliche Blätter aus, deren Blattrippe in der langen Spitze endet. Die recht weiten Laminazellen werden etwa 30 bis 60 µm lang und 10 bis 15 µm breit. Bräunliche, rundlich-traubenförmige, mehrzellige, etwa 90 µm lange und 60 µm breite Rhizoidgemmen sind meist zahlreich vorhanden.

Vorkommen
Das kurzlebige, pionierfreudige Moos besiedelt offene, lichtreiche, frische, basen- und kalkarme Stellen auf sandiger, lehmiger Erde. Es ist an Wegrändern, auf Äckern und in lückigen Wiesen zu finden. Typische Begleitmoose sind Phascum cuspidatum, Pottia davalliana oder Riccia glauca. Es ist nur in Mittel-Europa verbreitet.

dicranella staphylina blatt
Dicranella staphylina
Blatt (40x)
dicranella staphylina lamina
Dicranella staphylina
Laminazellen (400x)
dicranella staphylina archegonien
Dicranella staphylina
Archegonien (125x)

Dicranella varia (Rotes Kleingabelzahnmoos)

dicranella varia
Dicranella varia
Dicranella varia wird wegen seiner Blatt- und Setenfärbung im Deutschen auch Rotes Kleingabelzahnmoos genannt. Es handelt sich um ein kalkliebendes, allgemein verbreitetes Laubmoos.

Merkmale
Das Laubmoos bildet bis 2 cm hohe, grünlich bis rot-bräunlich gefärbte Rasen, die mehr oder minder dicht sein können. Die Blätter von feuchten Pflänzchen sind feucht aufrecht abstehend. Die von trockenen Pflänzchen sind schwach verbogen. Die linealisch lanzettlich geformten, einseitswendigen Blätter weisen keinen scheidigen Blattgrund auf. Sie sind gleichmäßig verschmälert. Die Blattränder erscheinen zurückgeschlagen. Die Blattspitze ist häufig schwach gezähnelt und aus ihr tritt die Blattrippe kurz aus. Etwaige Blattflügelzellen sind undeutlich differenziert. Die diözische Art bildet eine charakteristisch rot gefärbte Seta aus, die eine geneigte bis gekrümmte Kapsel trägt. Sporogonenbildung findet im Herbst und im Frühjahr statt.

Verbreitung und Standortansprüche
Das Moos besiedelt lichte, offenerdige, mehr oder minder feuchte und kalkhaltige Standorte. Es ist an den Rändern von Wegen, Gräben und Teichsäumen, in Tongruben und Torfausstichen zu finden. Verbreitet ist es nicht nur in Europa, sondern auch in Nordafrika, in Asien und in Nord- und Zentralamerika.

dicranella varia habitus
Dicranella varia
Habitus
dicranella varia lamina
Dicranella varia
Laminazellen (400x)
dicranella varia sporogon
Dicranella varia
Kapsel und Seta (30x)

Dicranodontium denudatum (Bruchblattmoos)

dicranodontium denudatum
Dicranodontium denudatum
Das Bruchblattmoos Dicranodontium denudatum fruchtet sehr selten. Die Ausbildung von Kapseln hat sich in den letzten Jahren deutlich verringert. In den dichten Rasen befinden sich zahlreiche abgefallene Blättchen, darunter Brutblätter, mit denen sich das Moos auch vegetativ vermehren kann. Habituell ähnelt es Campylopus pyriformis. Es ist jedoch dadurch zu unterschieden, dass unteren Laminazellen allmählich in die oberen übergehen und die Persitomzähne bis zur Basis gespalten sind.

Vorkommen
Das kalkmeidende Moos besiedelt bevorzugt morsches Holz, Rohhumus, Torfböden, seltener Erde oder übererdetes Gestein in luftfeuchten, schattigen Moor- und Bruchwäldern. Typische Begleitmoose sind Tetraphis pellucida, Lepidozia reptans und Dicranum scoparium. Im Flachland ist es seltener als in den Gebirgsregionen.

Erkennungsmerkmale
Das Bruchblattmoos wird bis 5 cm groß und wächst in sehr dichten, grünen bis gelblich-grünen, stark glänzenden Rasen. Der rötlichbraune Stängel weist einen deutlich erkennbaren Rhizoidenfilz auf. Die abstehenden, sichelförmig einseitswendigen Blätter sind lang röhren- bis pfriemenförmig ausgezogen. In der oberen Hälfte sind sie zumeist gezähnt. Die breite Blattrippe nimmt etwa 1/3 des Blattgrundes ein. Die Blattflügelzellen sind aufgeblasen dick und weißlich hyalin.

dicranodontium denudatum blatt
Dicranodontium denudatum
Blatt (40x)
dicranodontium denudatum habitus
Dicranodontium denudatum
Habitus (20x)
dicranodontium denudatum lamina
Dicranodontium denudatum
Laminazellen (400x)

Dichodontium pellucidum

dichodontium pellucidum
Dichodontium pellucidum
dichodontium pellucidum lamina
Dichodontium pellucidum
Laminazellen (400x)
Dichodontium pellucidum ist ein kalkholdes Laubmoos, welches an feuchten bis nassen Standorten in den gemäßigten Breiten der Nordhemisphäre vorkommt. Es tritt in dunklen gelbgrünen Rasen auf. Die einseitswendigen Blätter sind am Blattrand gekerbt. Seine dickwandigen Laminazellen sind stark papillös.