Korseby Online - Ditrichaceae

Ditrichaceae

In dieser Familie befinden sich Erd- und Ackermoose, von denen einige Vertreter sehr häufig sind. Die Peristomzähne sind im Gegensatz zu den Dicranaceae papillös.

Ceratodon purpureus (Purpurstielzchen)

ceratodon purpureus
Ceratodon purpureus
ceratodon purpureus habitus
Ceratodon purpureus
ceratodon purpureus blatt
C. purpureus Blatt

ceratodon purpureus blattrand
Ceratodon purpureus
Blattrand (400x)
ceratodon purpureus laminazellen
Ceratodon purpureus
Laminazellen (400x)
ceratodon purpureus lamina
Ceratodon purpureus
Laminazellen (400x)

Trichodon cylindricus (Zylindrisches Doppelhaarmoos)

trichodon cylindricus
Trichodon cylindricus
trichodon cylindricus blatt
Trichodon cylindricus
Blatt (40x)
trichodon cylindricus lamina
Trichodon cylindricus
Laminazellen (400x)
Erkennungsmerkmale
Die gelblich-olivgrün gefärbten Pflanzen werden nicht höher als 1 cm und bilden zumeist lockere Herden. Trichodon cylindricus besitzt sparrig abstehende, trocken stark gekräuselte Blätter, die aus einer scheidigen Basis ziemlich plötzlich in eine lange Spitze, die durch einige wenige Papillen oft etwas gezähnt erscheint. Die rechteckigen Laminazellen sind etwa 15 bis 30 µm lang und 5 bis 9 µm breit. Die Blattrippe erfüllt fast die gesamte Blattspitze. Oft sind auch bräinliche, etwa 140µm große Rhizoidgemmen vorhanden. Das Moos ist selten fruchtend anzutreffen.

Vorkommen
Trichodon cylindricus ist ein pionierfreudiges, kurzlebiges Moos, das an offenen, lichtreichen, frischen bis feuchte, mäßig basenreichen, aber kalkarmen Stellen auf lehmiger oder sandig-lehmiger Erde vor allem auf ausgebaggertem Schlamm, an Wegrändern, an Böschungen, auf lückigen Wiesen und Äckern oder seltener auch an lückigen Erdstellen in Wäldern wächst. Typische Begleitmoose sind Dicranella staphylina, Pottia davalliana oder Atrichum undulatum in Wäldern.

Pleuridium subulatum (Wechselblättriges Seitenköpfchenmoos)

pleuridium subulatum
Pleuridium subulatum
pleuridium subulatum habitus
Pleuridium subulatum
Erkennungsmerkmale
Pleuridium subulatum wächst in weniger dichten Rasen. Einzelne Pflanzen werden nicht größer als 7 mm. Das schopfig beblätterte Stämmchen weist einen Zentralstrang auf. Oft gibt es zudem sterile, bis 1 cm lange Triebe. Die einseitswendigen Schopfblätter verlaufen aus einer eiförmigen Basis plötzlich in eine pfriemenförmige Spitze. Die Blattrippe setzt sich relativ deutlich vom Zellnetz ab. Die einschichtigen, subquadratischen Laminazellen sind dünnwandig und durchscheinend. Die Perichaetialblätter sind bis 3 mm lang. Die im Frühjahr zahlreich entwickelten Sporogone stehen einzeln oder paarweise. Die gelblich-braunen Kapseln bringen rundlich-ovale papillöse Sporen hervor, die um die 25 µm groß sind. Antheridien werden in sehr kleinen, winzigen Knospen in den Blattachseln gebildet.
Verwechslungsgefahr besteht mit Pleuridium accuminatum, welches jedoch Rhizoidgemmen ausbildet und generell an den allmählich in eine Pfriemenspitze verlaufenen Schopfblättern unterschieden werden kann.

Vorkommen
Pleuridium subulatum besiedelt basenreiche, mäßig kalkreiche, semi-feuchte, halbschattige Standorte in feuchten Wiesen, auf Weiden oder Äckern, seltener auch an Wegrändern. Typische Begleitarten sind Pleuridium accuminatum, Pottia truncata oder Bryum rubens.