Korseby Online - Apiaceae

Apiaceae

Die Dolgendewächse besitzen Infloreszenzen, die aus sehr kleinen Einzelblüten zusammen gesetzt sind.

Index

Daucus carota (Wilde Möhre)

daucus carota
Blüte von Daucus carota
Die in Mitteleuropa heimische Wilde Möhre Daucus carota ssp. carota ist die Wildform der Gartenmöhre oder Karotte. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler Apiaceae. Im Gegensatz zu dieser ist die Speicherwurzel bleich und nicht orange.

Erkennungsmerkmale
Die Wilde Möhre wird etwa 50 bis 120 cm groß, besitzt am Stängel eine borstige Behaarung, 2 bis 4-fach gefiederte Blätter und einen weißen Blütenstand in Form einer Doppeldolde. Diese ist in voll aufgeblühtem Zustand flach gewölbt, beim Aufblühen und zur Fruchtreife sind dagegen die Doldenstrahlen vogelnestartig zusammengeneigt. Die Pflanze bildet leicht bestachelte, borstig-behaarte Früchte aus. Die essbare Wurzel hat im Gegensatz zur Karotte keine gelblich oder orange Farbe. Dies liegt vor allem an dem geringen Gehalt an Karotin.

Vorkommen
Man findet die wilde Möhre hauptsächlich an stickstoffarmen (mageren) Standorten. Deshalb gilt sie auch als eine Zeigerpflanze für stickstoffarmen Boden. Des weiteren ist sie auch sehr häufig an Wegrändern, vereinzelt auf Wiesen und an Steinbrüchen und ähnlichen Ruderalstellen zu finden.

Berula erecta (Berle)

berula erecta blatt
Blatt von Berula erecta
berula erecta wurzeln
Wurzeln von Berula erecta
berula erecta bluete
Berula erecta Blüte
Der Schmalblättrige Merk (oder auch Gewöhnliche Berle genannt) Berula erecta ist eine leicht giftige, ausdauernde, ganzjährig grüne Sumpfpflanze (Helophyt) aus der Familie der Doldenblütler. Sie wird von Insekten bestäubt (Entomophilie) und ihre Samen werden durch das Wasser ausgebreitet (Hydrochorie). Sie kommt häufig zusammen mit dem flutenden Hahnenfuß Ranunculus fluitans, dem Igelkolben Sparganium und dem Schwaden Glyceria vor.

Vorkommen Die Gewöhnliche Berle blüht von Juli bis September und wächst vornehmlich an Gewässerrändern, aber auch in flachen Bäche, den Rändern von Gewässern und in Gräben. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Pflanze sehr häufig an Gewässern zu finden, in den übrigen Bundesländern kommt sie häufig vor. Im restlichen Europa und West-Asien und den gemäßigten Zonen Amerikas ist sie genauso zu finden, wie in den montanen Höhenstufen der afrikanischen Tropen.

Erkennungsmerkmale
Die gewöhnliche Berle wird etwa 30 cm bis 80 cm groß und kann je nach Standort in zwei sehr ähnlichen Sumpf- oder Schwimmblattformen vorkommen. Sie besitzt einen stielrunden, mit feinen Rillen versehenen Stängel. Die stets gefiederten Blätter sind am oberen Teil der Pflanze lanzettlich und besitzen einen gesägten Rand, die unteren sind dagegen eiförmig. Die weißen Dolden stehen scheinbar gegenständig. Die Früchte sind eiförmig und bräunlich gefärbt. Die Pflanze bildet zudem häufig ober- und unterirdische Ausläufer.

Systematik
Die Berle sollte nicht mit dem Breitblättrigem Merk Sium latifolium verwechselt werden. Dieser besitzt einen kantig gefurchten Stängel und bildet keine Ausläufer, sondern nur sprossbürtige Wurzeln und zudem breitere Fiederblätter.

Früher wurde die Berle auch unter Sium erectum (Huds.) geführt.

Laserpitium prutenicum (Preußisches Laserkraut)

laserpitium prutenicum
Laserpitium prutenicum
Das Preußische Laserkraut Laserpitium prutenicum besitzt einen charakteristisch kantig gefurchten Stängel, der zudem steife Haare aufweist. Seine 2- bis 3-fach gefiederten Blätter haben lanzettliche Zipfel, die am Rand bewimpert sind. Die lanzettlichen Hüllchenbläter sind breit hautrandig und ebenfalls zottig gewimpert. Die gelblichweißen Einzelblüten sind 10- bis 20-strahligen Döldchen vereinigt.
Laserpitium prutenicum ist deutschlandweit stark gefährdet und wird auf der Roten Liste geführt. In einigen westlichen Bundesländern ist er bereits verschollen. Die Pflanze besiedelt wechselfeuchte Wiesen und Gebüsche und ist z.T. auch in lichten Eichenwäldern zu finden. Er kann als Kennart des Verbandes Molinion caeruleae angesehen werden und besitzt auch ein Vorkommen in der Assoziation Potentillo-Quercetum petraeae.

laserpitium prutenicum blatt
Laserpitium prutenicum
Blatt
laserpitium prutenicum staengel
Laserpitium prutenicum
behaarter Stängel
laserpitium prutenicum habitus
Laserpitium prutenicum
Habitus

Peucedanum palustre (Sumpf-Haarstrang)

peucedanum palustre bluete
Peucedanum palustre
peucedanum palustre blatt
Blatt von P. palustre
peucedanum palustre bluete detail
Detail der Blüte

peucedanum palustre frucht detail
Detail der Frucht
peucedanum palustre fruechte
Früchte von P. palustre

Peucedanum oreoselinum (Berg-Haarstrang)

peucedanum oreoselinum
Peucedanum oreoselinum

Cicuta virosa (Wasserschierling)

cicuta virosa
Cicuta virosa
cicuta virosa blatt
Cicuta virosa Blatt
cicuta virosa detail
Cicuta virosa Detail
Der ausdauernde und stark giftige Wasserschierling Cicuta virosa ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und neben dem Gefleckten Schierling Conium maculatum und der Hundspetersilie Aethusa cynapium eines der giftigsten Doldengewächse. Die Pflanze soll von einigen Menschen als übel riechend empfunden werden. Der sommergrüne Wasserschierling überdauert den Winter in der schützenden Laubschicht des Bodens. Seine oft vormännlichen Blüten werden von Insekten bestäubt, seine schwimmfähigen Früchte durch das Wasser ausgebreitet.

Vorkommen
Der Wasserschierling ist an feuchten Verlandungsbereichen meso- bis eutropher stehender Gewässer wie Seen, Tümpel oder Gräben zu finden. Weitere Bestände können in feuchten Erlenbruchwäldern auftreten. Derzeit gehen seine Bestände jedoch stark zurück, was vor allem an die zunehmende intensive Nutzung von Verlandungsbereichen liegt. In den meisten Bundesländern ist der Wasserschierling mittlerweile auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen als Gefährdet oder Stark Gefährdet eingestuft. Doch er ist auch im übrigen Europa z.T. stark in seinen Beständen bedroht. Der Wasserschierling kommt natürlich in submeridionalen bis borealen Klimazonen vom Flach- bis ins Hügelland nur in Eurasien vor. Er ist die Kennart der Pflanzenassoziation Cicuto-Caricetum pseudocyperi und hat sein Hauptvorkommen im Verband Alnion glutinosae.

Erkennungsmerkmale
Der Wasserschierling kann bis zu 1,50 m groß werden und besitzt eine knollenartig verdickte Rhizomknolle, die innen hohl ist und durch Querwände gekammert erscheint. Solche Luftkammern dienen als Anpassung an den suaerstoffarmen, schlammigen Untergrund. Seine Zellen weisen 11 oder 22 Chromosomen auf. Er bildet 2-3 fach gefiederte Blätter aus, deren Fiederabschnitte lineal lanzettlich geformt sind und scharf gesägt sind. Die einzelblüten stehen in einer 10 bis 20-strahligen Doppeldolde. Hüllblätter der Dolde fehlen. Die einzelnen Döldchen sind reichblütig und weisen zahlreiche Hüllchenblätte auf. Die Früchte sind nur etwa 2 mm breit, fast kugelig geformt und charakteristisch gerippt.

Giftigkeit
Sämtliche Pflanzenbestandteile des Wasserschierling sind stark giftig, insbesondere die durch Luftkammern schwimmfähigen Knollen. Die Giftigkeit wird vor allem durch die Polyine verursacht, welche Ethin-Verbindungen sind (insbesondere auch das Cicutoxin). Nach Verzehr kann der Tod durch Lähmungserscheinungen, vor allem das Ersticken eintreten. Nach einem ehemaligen preußischen Gesetz, sollte die Pflanze wegen ihrer Giftigkeit gar ausgerottet werden.

Bupleurum tenuissimum (Salz-Hasenohr)

bupleurum tenuissimum
Bupleurum tenuissimum
bupleurum tenuissimum habitus
B. tenuissimum Habitus
Das Salz-Hasenohr Bupleurum tenuissimum ist ein kurzlebiger Vertreter der Doldengewächse Apiaceae, welcher nur an salzhaltigen Stellen wächst. Als Bestäuber fungieren meist kleine Fliegen. Käfer oder Hautflügler sind weniger häufig auf den vormännlichen Blüten anzutreffen.

Verbreitung und Gefährdung
Das Salz-Hasenohr wächst bevorzugt auf wechselfeuchten, lückigen Salzwiesen und an salzbeeinflussten Ruderalstellen. Es ist jedoch auch an Rändern von schwach salinen Gräben zu finden. Die Pflanze verträgt kalkhaltige und schwach-salzige Böden. Sein Hauptvorkommen besitzt es in der Formation der Salzpflanzenfluren. Des Weiteren ist es die Kennart der Assoziation Agropyro-Rumicion und ist eine typische Begleitart des Verbandes Saginion maritimae.
In Deutschland steht es auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen und ist dort als Stark Gefährdet eingestuft. Bestände gibt es nur noch in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es ist zudem zentral-europaweit gefährdet. Ursachen für den Rückgang der Bestände sind vor allem das Ausbleiben und Brachfallen extensiv genutzter Frisch- und Feuchtwiesen, die Zerstörung seines Lebensraumes und die Trockenlegung von Feuchtwiesen. Das Salz-Hasenohr kommt sonst nur von Mittel-Europa bis nach Vorder-Asien zumeist in Küstennähe vor.

Erkennungsmerkmale
Das Salz-Hasenohr ist eine kleine, nur 10 bis 40 cm große, mehr oder minder aufrechte Pflanze, die im August und September blüht. Im Habitus erscheint es zierlich und oft mehrfach verzweigt. Es bildet bläulich grüne, ganzrandige Blätter aus, die linealisch bis schmal lanzettlich geformt sind. Die sehr kleinen Einzelblüten bilden eine Dolde, die höchstens dreistrahlig ist. Die drei bis fünf Blütenhüllblätter sind länger als die kürzesten Doldenstrahlen. Die Kronblätter sind gelblich bis orange gefärbt. Die Spaltfrucht ist nur etwa 2 mm groß und erscheint außen körnig rauh. Sie enthält kurzlebige Samen.

Oenanthe lachenalii (Wiesen-Wasserfenchel)

oenanthe lachenalii
Oenanthe lachenalii

Apium graveolens (Echter Sellerie)

apium graveolens
Apium graveolens
apium graveolens bluete
Apium graveolens

Apium inundatum (Flutender Sellerie)

apium inundatum
Apium inundatum

Cnidium dubium (Sumpf-Brenndolde)

cnidium dubium
Cnidium dubium
cnidium dubium blatt
Cnidium dubium Blatt
cnidium dubium frucht
Cnidium dubium Frucht

Torilis japonica (Gewöhnlicher Klettenkerbel)

torilis japonica
Torilis japonica
torilis japonica blatt
Torilis japonica Blatt
torilis japonica frucht
Torilis japonica Frucht

Pastinaca sativa (Pastinake)

pastinaca sativa
Pastinaca sativa
pastinaca sativa bluete
Blüte von Pastinaca sativa

Petroselinum crispum (Petersilie)

petroselinum crispum
Petroselinum crispum

Foeniculum vulgare (Fenchel)

foeniculum vulgare knolle
Foeniculum vulgare

Aegopodium podagraria (Giersch)

aegopodium podagraria
Aegopodium podagraria
aegopodium podagraria blatt
Blatt von Ae. podagraria

Anthriscus sylvestris (Wiesen-Kerbel)

anthriscus sylvestris
Anthriscus sylvestris
anthriscus sylvestris scheide
Blattscheide

Sanicula europaea (Sanikel)

sanicula europaea
Sanicula europaea

Heracleum sphondylium (Wiesen-Bärenklau)

heracleum sphondylium
Heracleum sphondylium
 
heracleum sphondylium blatt
Heracleum sphondylium
Blatt

Angelica litoralis (Küsten-Arznei-Engelwurz)

angelica litoralis
Angelica litoralis