Korseby Online - Ranunculaceae

Ranunculaceae

Die Hahnenfußgewächse sind meist giftige kleine Pflanzen die zumeist auf der Nordhemisphäre vorkommen und etwa 1500 Arten umfassen.

Index

Ranunculus ficaria (Scharbockskraut)

ranunculus ficaria
Blüte von Ranunculus ficaria
Das Scharbockskraut Ranunculus ficaria ist ein Frühblüher aus der Familie der Hahnenfußgewächse Ranunculaceae. Sein Name leitet sich von Scharbock: Skorbut ab, da seine Vitamin C-haltigen Blätter gegen diese Mangelerscheinung eingenommen wurden. Es ist aber in großen Mengen giftig, da es Protoanemonin in den Blättern bildet - ein cyclischer Kohlenwasserstoff.

Vorkommen
Diese vor allem in Nord- und Mitteleuropa vorkommende bis zu 30 cm groß werdende, ausdauernde Pflanze ist meist in feuchten Wiesen, Gebüschen oder lichten Laubwäldern im Frühling anzutreffen. Dort bildet sie zumeist die erste grüne Bodenschicht noch bevor die Bäume ihre Blätter entwickeln. In südlichen Regionen bereits Ende März bis Anfang Mai, in nördl. Regionen etwas später zu finden.

Erkennungsmerkmale
Auffallend sind ihre goldgelben Blüten mit je 2 mal 4 (manchmal als Variation auch etwas mehr) Nektarblättern. Ihre auffällige Färbung lockt Insekten an, die am Blütengrund Nektar finden. Bei Berührung der zahlreichen Staubblätter wird die Pflanze zudem bestäubt. Kelchblätter besitzt sie 3, nur selten 5. Die Laubblätter sind herz- bis nierenförmig, oft fettig-glänzend. Der niederliegende bis aufsteigende Stengel besitzt eine kahle Spreite. Das Scharbockskraut kann sich auch über die Teil keulenförmig verdickten Wurzeln oder über Brutknöllchen in den Blattachsen vegetativ vermehren. Solche sind aber meist bei mehrjährig alte Pflanzen zu finden.

Ranunculus repens (Kriechender Hahnenfuß)

Der kriechende Hahnenfuß Ranunculus repens ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Sie wächst nur am Boden sehr feuchter Standorte und ist oft von anderen Gewächsen überdeckt. Durch die Bildung von kriechenden Ausläufern, die auch oberirdische Wurzeln bilden können, erhielt sie ihren Namen.

Vorkommen
Die Pflanze wächst von Mai bis August nur an feuchten Orten, Sümpfen von den Niederungen bis in die Alpen hinein. Sie ist häufig.

Erkennungsmerkmale
Der kriechende Hahnenfuß besitzt oberirdisch wurzelnde Ausläufer, diese "kriechen" über den Boden. Ihre Grundblätter sind 3-zählig, ihre Fiederblätter 3-spaltig unregelmäßig gezähnt oder gelappt. Die Blüte besteht aus gelblich gefärbten Nektarblättern mit aufrechten Kelchblättern.

ranunculus repens
Ranunculus repens
ranunculus repens blatt
Blatt von R. repens
ranunculus repens bluete
Ranunculus repens Blüte

Ranunculus sceleratus (Gift-Hahnenfuß)

ranunculus sceleratus bluete
Ranunculus sceleratus
Der Gift-Hahnenfuß Ranunculus sceleratus ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hahnenfußgewächse.

Er hat seinen Namen dem starken Gehalt von ungefähr 2,5% Protoanemonin erhalten, welches deutlich mehr als bei anderen Hahnenfüßen ist.

Als Bestäuber fungieren vor allem zweiflüglige Insekten wie Fliegen. Seltener wurde auch Selbstbestäubung (Autogamie) beobachtet. Die etwas klebrigen Früchte werden häufig durch das Wasser ausgebreitet und bleiben nur selten an Tieren haften und werden auf diese Art ausgebreitet. Der Gift-Hahnenfuß besitzt zudem langlebige Samen, die im Frühjahr (bei kürzer werdenden Nächten) keimen.

Vorkommen
Der Gift-Hahnenfuß blüht von Juni bis November und ist vor allem in der Nähe von nährstoffreichen, zeitweise überschwemmten Gewässern in ganz Deutschland zu finden. Sonst ist er in ganz Europa und in der nördlichen Hemisphäre verbreitet.

Erkennungsmerkmale
Der Gift-Hahnenfuß wird etwa 20 bis 80 cm groß und besitzt einen hohlen Stängel, der häufig auch behaart sein kann. Zudem besitzt er stets geteilte grüne Laubblätter. Die unteren Grundblätter sind nierenartig bis rund geformt und sind nur etwas eingeshnitten. Die gefurchten Blütenstiele tragen stets fünf blassgelbe Blütenblätter Blütenblätter, die im Durchschnitt nur 4 bis 10 mm klein sind. Die Kronblätter sind so lang wie die Kelchblätter. Die Blüte besitzt zudem zahlreiche Fruchtknoten auf einem walzenförmigem Blütenboden.

ranunculus sceleratus fruechte
Früchte von R. sceleratus
ranunculus sceleratus grundblaetter
Grundblätter
ranunculus sceleratus
Habitus von R. sceleratus

Ranunculus acris (scharfer Hahnenfuß)

ranunculus acris
Ranunculus acris
Der scharfe Hahnenfuß Ranunculus acris ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Der Verzehr der Blüte und Teile der Pflanze ist giftg. Er ist meist an schattigen recht feuchten Plätzen zu finden.

Vorkommen
Die Pflanze wächst von Mai bis Oktober auf Wiesen und in Gebüschen überall in Deutschland und ist häufig anzutreffen.

Erkennungsmerkmale
Ihre Blätter sind 3- bis 5-teilig, mit 3-fach stark eingesägten Abschnitten. Die Blüte besteht zumeist aus 2x3 goldgelben Nektarblättern und 3 aufrechten Kelchblättern. Sie wird bis etwa 40 cm hoch.

Ranunculus aquatilis (Wasser-Hahnenfuß)

ranunculus aquatilis bluete
Ranunculus aquatilis
ranunculus aquatilis habitus
R. aquatilis Habitus

Ranunculus peltatus (Schild-Wasserhahnenfuß)

ranunculus peltatus
Ranunculus peltatus
ranunculus peltatus ssp peltatus
Ranunculus peltatus
subsp. peltatus
ranunculus peltatus ssp baudotii
Ranunculus peltatus
subsp. baudotii
Der Schild-Wasserhahnenfuß Ranunculus peltatus besiedelt vor allem nährstoffreiche Gewässer.

Erkennungsmerkmale
Die submersen Blätter des Schild-Wasserhahnenfußes sind haarförmig geteilt, die Schwimmblätter sind dagegen 3- bis 7-lappig und nierenförmig. Die Nebenblätter sind verkehrt eiförmig und sind mehr als 3/4 mit dem Blattstiel verwachsen. Die abstehenden, abfallenden Kelchblätter werden etwa 3 bis 6 mm lang. Die etwa 6 bis 15 mm langen, weißen Kronblätter decken sich gegenseitig und weisen charakteristische birnen- (subsp. peltatus) oder halbmondförmige (subsp. baudotii) Nektardrüsen auf. Die Blütenstiele sind zur Blütezeit mehr als 5 cm lang und deutlich länger als der gegenüberstehende Blattstiel.

Vorkommen
Der Schild-Hahnenfuß besiedelt flache, stehende oder langsam fließende, meso- bis eutrophe Gewässer.

Ranunculus circinatus (Spreizender Wasserhahnenfuß)

ranunculus circinatus
Ranunculus circinatus

Ranunculus sardous (Rauher Hahnenfuß)

ranunculus sardous
Ranunculus sardous
ranunculus sardous detail
Ranunculus sardous
umgeschlagene Kelchblätter
Der Rauhe Hahnenfuß (oder Sardinischer Hahnenfuß) Ranunculus sardous besitzt neben Ranunculus bulbosus als einziger Hahnenfuß zurückgeklappte kelchartige Perigonblätter, deren lebhaft gelben kronblattartigen Perigonblätter doppelt so lang sind. Besonders charakteristisch ist zudem die dichte Behaarung des hohlen Stängels. Der Rauhe Hahnenfuß besiedelt feuchte bis nasse Äcker, kurzlebige Unkrautfluren, Kriech- und Trittrasen, feuchte Wegränder und Gräben. Er ist kennzeichnend für die Assoziation Myosuro-Ranunculetum sardoi und ist zentral-europaweit gefährdet. In Deutschland steht er auf der Roten Liste und ist dort als 3 eingestuft. Besonders die Beseitigung von Acker-Söllen, die intensivierte Landwirtschaft und die Trockenlegung von Feuchtwiesen gefährden die Pflanze.

Ranunculus bulbosus (Knolliger Hahnenfuß)

ranunculus bulbosus
Ranunculus bulbosus

Ranunculus illyricus (Illyrischer Hahnenfuß)

ranunculus illyricus
Ranunculus illyricus
ranunculus illyricus detail
Ranunculus illyricus Detail

Ranunculus flammula (Brennender Hahnenfuß)

ranunculus flammula
Ranunculus flammula

Ranunculus lingua (Zungen-Hahnenfuß)

ranunculus lingua
Ranunculus lingua

Anemone nemorosa (Buschwindröschen)

anemone nemorosa
Anemone nemorosa
anemone nemorosa frucht
Frucht von A. nemorosa

Anemone ranunculoides (Gelbes Windröschen)

anemone ranunculoides
Anemone ranunculoides
anemone ranunculoides bluete
A. ranunculoides Blüte

Anemone sylvestris (Großes Windröschen)

anemone sylvestris
Anemone sylvestris
anemone sylvestris habitus
Habitus von A. sylvestris

Anemone blanda (Balkan-Windröschen)

anemone blanda
Anemone blanda

Caltha palustris (Sumpf-Dotterblume)

caltha palustris
Caltha palustris

Trollius europaeus (Trollblume)

trollius europaeus
Trollius europaeus
trollius europaeus fruchtstand
T. europaeus Fruchtstand

Adonis vernalis (Frühlings-Adonisröschen)

adonis vernalis
Adonis vernalis
adonis vernalis detail
Adonis vernalis Blüte

Adonis flammea (Flammen-Adonisröschen)

adonis flammea
Adonis flammea
adonis flammea detail
Adonis flammea Blüte

Eranthis hyemalis (Winterling)

eranthis hyemalis
Eranthis hyemalis

Pulsatilla rubra (rote Küchenschelle)

pulsatilla rubra
Pulsatilla rubra
Die Rote Kuhschelle oder auch Rote Küchenschelle genannt Pulsatilla rubra ist eine beliebte frühblühende und ausdauernde Zierpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse.

Vorkommen
Natürlich kommt die Rote Küchenschelle nur in der Schweiz vor. Ansonsten ist sie gelegentlich in Gärten zu finden, da es sich um eine Züchtung handelt. Wahrscheinlich stammte sie einst von der Gewöhnlichen Kuhschelle ab. Ansonsten wächst sie anspruchslos vornehmlich auf Sandböden von April bis Mai.

Erkennungsmerkmale
Die Rote Kuhschelle besitzt eine glockig geformte Blüte, die auffallend rot gefärbt ist. Sie wird etwa 20 cm bis 50 cm groß und besitzt 3-fach fiederspaltige Grundblätter, die schmale Zipfel besitzen.

pulsatilla rubra bluete
Blüte von Pulsatilla rubra
pulsatilla rubra blatt
Blatt von Pulsatilla rubra
pulsatilla rubra habitus
Habitus von Pulsatilla rubra

Pulsatilla pratensis (Wiesen-Küchenschelle)

pulsatilla pratensis
Pulsatilla pratensis
Die Wiesen-Küchenschelle bildet große, nickende Blüten aus. Sie wird bis 5 cm groß. Die schwarz-violetten Perigonblätter sind länger als die gelb bis gelblichweiß gefärbten Staubblätter. Die gesamte Pflanze ist dicht mit relativ langen, seidig weißen Haaren besetzt. Die quirlständigen hochblattartigen Stängelblätter sind stark zerteilt. Pulsatilla pratensis ist mehrjährig ausdauernd und besiedelt Sand- oder Silikattrockenrasen und lichte Kiefern- oder Eichenwälder mit kalkreichem Untergrund. Dort blüht sie im zeitigen Frühjahr zwischen April und Mai. Die Pflanze ist eine Kennart der Sandtrockenrasen (Festuco-Sedetalia) und bildet häufig Gesellschaften zusammen mit Armeria elongata und Festuca-Arten. Sie kommt in Deutschland nur etwa nordöstlich der Mittelgebirge vor. In den meisten Bundesländern steht sie deshalb auf der Roten Liste. (In Mecklenburg-Vorpommern RL 2) Sie ist zudem durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt.

Pulsatilla vulgaris (Gewöhnliche Küchenschelle)

pulsatilla vulgaris
Pulsatilla vulgaris

Pulsatilla montana (Berg-Küchenschelle)

pulsatilla montana
Pulsatilla montana

Hepatica nobilis (Leberblümchen)

hepatica nobilis
Hepatica nobilis

Consolida regalis (Acker-Rittersporn)

consolida regalis
Consolida regalis

Myosurus minimus (Mäuseschwänzchen)

myosurus minimus
Myosurus minimus
myosurus minimus detail
Myosurus minimus Detail

Thalictrum flavum (Gelbe Wiesenraute)

thalictrum flavum
Thalictrum flavum

Aquilegia vulgaris (Gewöhnliche Akelei)

aquilegia vulgaris
Aquilegia vulgaris
aquilegia vulgaris detail
Aquilegia vulgaris Detail

Helleborus argutifolius (Korsische Nieswurz)

helleborus argutifolius
Helleborus argutifolius

Helleborus purpurascens (Purpur-Nieswurz)

helleborus purpurascens
Helleborus purpurascens