Korseby Online - Polygalaceae
Polygalaceae
Die Kreuzblumengewächse gehören der Ordnung Fabales and und umfassen meist tropische und subtropische Vertreter. Die zygomorphen schmetterlingsartigen Blüten besitzen eine aufsteigende Knospendeckung.
Polygala vulgaris (Gewöhnliche Kreuzblume)
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Polygala vulgaris
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Polygala vulgaris
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Vorkommen
Die Gewöhnliche Kreuzblume kommt in lichten Kiefernwälder, auf wechseltrockenen Wiesen, in Küstendünen, in Zwergstrauchheiden und auf Silikatmagerrasen vor. Nicht selten wurde sie auch an Wegrändern beobachtet. Während sie in den südlichen Bundesländern zerstreut vorkommt, ist sie in den nördlichen Bundesländern selten. Zumindest in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und auch Sachsen ist sie auf der Roten Liste. Ansonsten ist die Pflanze nur im übrigen Europa verbreitet.
Erkennungsmerkmale
Die Gewöhnliche Kreuzblume wird nur 5 bis 25 cm groß und besitzt einen meist aufrechten Stängel. Untere Blätter kommen bisweilen gehäuft vor, sie bilden jedoch keine Blattrosette aus. Die oberen Stängelblätter sind etwas größer als die unteren und gleichgestaltig. Sie stehen stets wechselständig am Stängel. Die Tragblätter sind nicht behaart und werden nicht länger als die Blütenstiele. Die Blütenknospen übberragen die Blütenstandsspitze nicht. Die Farbe der Blütenkrone variiert zwischen blau und violett, nur selten können auch purpurne Formen vorkommen. Die meist mehr als 10 Einzelblüten stehen stets in einer dichter Traube. Jede Einzelblüte besitzt etwa 5 bis 10 mm lange Kronblätter.
Von den insgesamt 5 Kelchblättern sind die beiden großen seitlichen wie Kronblätter gefärbt und hüllen fast die ganze Blüte ein. Sie werden als Flügel bezeichnet. Das große untere gefranste Kronblatt wird Schiffchen genannt. Es soll den Insekten als Anflugplatz dienen und deren die Bestäubung vereinfachen. Innerhalb der Blüte auf der Oberseite besitzt die Kreuzblume eine zweiklappige Tasche, die die 8 Staubblätter, wovon 4 untereinander verwachsen sind, und die Fruchtblätter umschließt. Nektar wird durch spezielle Nektardrüsen nur am Grunde ausgeschieden, weswegen die Kreuzblume auch nur von relativ langrüssligen Insekten bestäubt werden kann.
Die Flügel sind 6 bis 9 mm lang und 3 bis 5 mm breit und überragen die Kapselfrucht nur wenig. Sie sind vorne abgerundet und besitzen 6 bis 20 Netzmaschen. Das Schiffchen hat vorne ein kleines zerschlitztes viellappiges Anhängsel. Der Griffel ist genauso lang wie der Fruchtknoten und endet löffelartig. Daran sind die Staubblätter ringartig angeordnet. Die spitze Narbe ist sehr klein und klebrig.
Unterarten
In Deutschland gibt es 3 Unterarten:
- P. vulgaris subsp. vulgaris: besitzt blaue oder selten violette Blüten, ist meist mehrstänglig, die oberen Stängelblätter sind etwas größer als die unteren und hat am Grund genagelte Flügel, welche etwa so breit wie die Kapselfrucht werden.
- P. vulgaris subsp. oxyptera: besitzt blau oder blauweiße Blüten, ist wenigstänglig, die oberen Stängelblätter sind kaum größer als die unteren, der eher zugespitzte lanzettliche Flügel kann 4 bis 20 Netzmaschen aufweisen und das Anhängsel des Schiffchens hat oft 8 bis 16 Fransen. Zudem ist der Blütenstand eher locker. Diese Unterart meidet außerdem Kalkböden.
- P. vulgaris subsp. collina: kommt anders als der Name vermuten lässt nur selten in Gebirgen vor und ist meist in Sanddünen der Küsten zu finden. Es besitzt blau oder blauweiße Blüten, ist wenigstänglig, der elliptisch-verkehrteiförmige Flügel kann 4 bis 20 Netzmaschen aufweisen und das Anhängsel des Schiffchens hat oft 8 bis 16 Fransen. Die Grundblätter sind oft klein und fast schuppenartig und armblütige Blütenstand ist leicht bewimpert.

