Korseby Online - Lamiaceae

Lamiaceae

Die Blüten der Lippenblütengewächse besitzen eine "Oberlippe" und eine "Unterlippe", die oft verwachsen sind. Ihr Stängel ist zudem vierkantig.

Index

Mentha aquatica (Wasserminze)

mentha aquatica
Blätter von Mentha aquatica
mentha aquatica bluete
Blüte von Mentha aquatica
Die Wasserminze Mentha aquatica ist eine Art aus der Familie der Lippenblütengewächse. Sie ist eine der Stammformen der häufig kultivierten Pfefferminze. Oft sind die Blüten vormännlich (Proterandrie). Als Bestäuber fungieren meist kurzrüsslige Insekten wie z.B. Fliegen. Die Ausbreitung der Samen erfolgt über das Wasser (Hydrochorie).

Erkennungsmerkmale
Die Wasserminze hat 20 bis 40 cm hohe Stängel mit gestielten, eiförmigen, am Rande gesägten Blättern, an denen die violett gefärbten Blüten in lockeren Scheinquirlen und in einem endständigen kugeligen Köpfchen beisammen stehen.

Vorkommen
Wasserminze ist in großen Teilen Europas zu finden, in Nordamerika, Australien und Neuseeland eingebürgert. Sie kommt an Ufern vor, auf nassen Wiesen, in Morren, oder zeitweise überschwemmten, nährstoffreichen humösen Sand-, Ton- und Torfböden und ist in artenreicheren Röhrichtdickichten zu finden. Sie wächst von Mai bis in den Oktober hinein. In den Gebirgen ist sie nur selten zu finden.

Mentha arvensis (Acker-Minze)

mentha arvensis
Mentha arvensis

Katzenminzen

nepeta mussinii
Die Katzenminzen Nepeta bezeichnen eine Pflanzengattung der Familie der Lippenblütler.

Man findet hier vor allem Zierpflanzen. Einige Vertreter der Gattung besitzen zudem ätherische Öle und finden beim Menschen vereinzelt Verwendung als Heilmittel. Zumindest die Echte Katzenminze wirkt antibakteriell, antifungisch und abschreckend auf Flöhe.

Nepeta mussinii (Mussins Katzenminze)

nepeta mussinii bluete
Blüte von Nepeta mussinii
nepeta mussinii blatt
Blätter von Nepeta mussinii
Mussins Katzenminze Nepeta mussinii ist eine im Kaukasus und Kleinasien vorkommende Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Man findet sie zudem in heimischen Gärten. Aus ihr werden zahlreiche Züchtungen hergestellt. So ist die "Dropmore"-Sorte ein Hybrid aus N. mussinii und N. nepetella.

Merkmale
Mussins Katzenminze kommt in Westasien, dem Kaukasus und Kleinasien vor. Heimische Vertreter sind vor allem in Gärten zu finden. Solche (besonders die Züchtungen) blühen dann von August bis in den Oktober hinein.

Die einzelne Pflanze wird etwa 15 bis 30 cm groß. Diese wächst jedoch zumeist mit anderen polsterartig. Die Krone der Blüte wird etwa 9 bis 13 mm lang. Die Kelchblätter sind bläulich bis violett gefärbt.

Nepeta racemosa (Trauben-Katzenminze)

Die Trauben-Katzenminze Nepeta racemosa ist eine Zierpflanze aus der Familie der Lippenblütler.

Vorkommen
Die Trauben-Katzenminze kommt in Westasien vor. Heimische Vertreter sind wohl nur in Gärten zu finden. Diese blühen von Juni bis in den Oktober hinein.

Erkennungsmerkmale
Die einzelne Pflanze wird etwa 15 bis 40 cm groß und kann sowohl niederliegend als auch aufsteigend wachsen. Diese wächst jedoch zumeist mit anderen polsterartig. Die Krone der Blüte wird etwa 9 bis 13 mm lang. Die Kelchblätter sind blau gefärbt. Die Unterlippe dieser Art besitzt keine dunkel-blauen Punkte. Die Kronröhre überragt den Kelch.

Nepeta grandiflora

nepeta grandiflora
Nepeta grandiflora
nepeta grandiflora bluete
Blüte von Nepeta grandiflora
nepeta grandiflora blatt
Blätter von N. grandiflora

Wolfstrapp

Der Wolfstrapp Lycopus ist eine heimische Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütengewächse.

Vorkommen
Der Wolfstrapp wächst vor allem an feuchten halb-schattigen Stellen wie Wiesen, Röhrichten und an Ufern in ganz Deutschland. Nur in den Gebirgen kommt er seltener vor. Des Weiteren ist er in ganz Europa, Teilen West-Asiens und den temperierten Breiten Ost-Amerikas zu finden.

Erkennungsmerkmale
Die Blüte des Wolfstrappes besitzt weiß gefärbte Kronblätter, die mit kleinen purpurnen Pünktchen versehen sind. Zudem ist die Blüte fast radiär und vierspaltig. Sie besitzt zwei Staubblätter, wovon manchmal noch zwei sehr kurze, rückgebildete und unfruchtbare vorhanden sein können. Der Fruchtknoten ist bis zum Grund vierteilig.

Lycopus europaeus (Ufer-Wolfstrapp)

lycopus europaeus
Lycopus europaeus
lycopus europaeus habitus
Lycopus europaeus Habitus
Der Ufer-Wolfstrapp Lycopus europaeus ist eine heimische ausdauernde Pflanze aus der Familie der Lippenblütengewächse, die lange unterirdische Ausläufer bilden kann. Bestäubt werden seine Blüten durch Insekten. Seine Früchte sind schwimmfähig und etwas klebrig und können dadurch an Tieren haften bleiben. Häufig kommt auch die Ausbreitung über das Wasser vor.

Vorkommen
Der Ufer-Wolfstrapp wächst an feuchten, teils zeitweise überschwemmten halb-schattigen Stellen wie Wiesen, Röhrichten, an Ufern und Erlenbrüchen in ganz Deutschland. Nur in den Gebirgen kommt er selten vor. Des Weiteren ist er in ganz Europa, Teilen West-Asiens und den temperierten Breiten Ost-Amerikas zu finden.

Erkennungsmerkmale
Die Blüte des Ufer-Wolfstrappes besitzt weiß gefärbte Kronblätter, die mit kleinen purpurnen Pünktchen versehen sind. Zudem ist die Blüte fast radiär und vierspaltig. Sie besitzt zwei Staubblätter, wovon manchmal noch zwei sehr kurze, rückgebildete und unfruchtbare vorhanden sein können. Die Kelchzähne sind länger als die Kelchröhre und etwa 2 mm lang und sind stets behaart. Der Fruchtknoten ist bis zum Grund vierteilig. Der Ufer-Wolfstrapp bildet gestutzte Klausenfrüchte aus. Er besitzt zudem grob gesägte Blätter, wovon nur die unteren fiederteilig sein können.

Stachys x ambigua (Zweifelhafter Ziest)

Der Zweifelhafte Ziest Stachys x ambigua ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Lippenblütengewächse. Er ist aus einer Kreuzung aus dem Wald-Ziest S. sylvatica und dem Sumpf-Ziest S. palustris entstanden. Der Zweifelhafte Ziest kann sich wie seine beiden Eltern mit unterirdischen Ausläufern vegetativ vermehren. Der Hybrid kann zum Teil ziemlich variabel sein. Manchmal sind Rückkreuzungen von S. x ambigua mit S. palustris möglich, deren Nachkommenschaft manchmal dann sogar wieder fertile Früchte bilden kann. Bestäubt wird er von Insekten. Falls Früchte ausgebildet werden (meist ist der Zweifelhafte Ziest ein nicht fruchtbarer Hybrid), dann findet Kleb- oder Klettausbreitung statt. Die Eltern sind zudem meist in der näheren Umgebung zu finden.

Vorkommen
Die genaue Verbreitung des Zweifelhaften Ziests ist weitgehend unbekannt, da er spontan durch Kreuzung der beiden Eltern entstehen kann. Generell ist er aber an feuchten Standorten wie Mooren, Waldrändern und Ufern von Gewässern zu erwarten. Zuweilen kommt er auch ohne die Eltern vor. Nachweise der nur selten fertilen Pflanze sind unter anderen in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern gemacht worden. In anderen Teilen Europas ist er ebenfalls zerstreut vorhanden.

Erkennungsmerkmale
Der Zweifelhafte Ziest ist eine unangenehm riechende Pflanze, die etwa 30 cm bis 1 m groß wird. Die Kronblätter sind purpurn gefärbt, etwa 10 mm bis 20 mm lang, etwa doppelt so lang wie die Kelchblätter und stehen zu viert bis zu zehnt in Scheinquirlen. Die Vorblätter fehlen oder sind höchstens halb so lang wie der Kelch. Im Gegensatz zum Wald-Ziest sind seine oberen Blätter meist sitzend, oder sind kurz gestielt und mit schwach herzförmigem Grund. Die Blattspreite ist länglich-eiförmig bis eilanzettlich geformt, 2 bis 4 mal so lang wie breit und insgesamt zwischen 2 cm und 5 cm breit. Der Stängel ist nur schwach behaart. Die reifen Klausenfrüchte werden nur äußerst selten entwickelt.

stachys x ambigua
Stachys x ambigua
stachys x ambigua bluete
Blüte von St. x ambigua
stachys x ambigua habitus
Stachys x ambigua

Stachys palustris (Sumpf-Ziest)

stachys palustris
Stachys palustris
stachys palustris blatt
Stachys palustris Blatt

Stachys sylvatica (Wald-Ziest)

stachys sylvatica
Stachys sylvatica
stachys sylvatica habitus
Stachys sylvatica Habitus

Stachys recta (Aufrechter Ziest, auch Berg-Ziest)

stachys recta
Stachys recta

Prunella vulgaris (Kleine Braunelle)

prunella vulgaris
Prunella vulgaris
prunella vulgaris habitus
Prunella vulgaris Habitus
Die Kleine Brunelle, auch Gewöhnliche Braunelle Prunella vulgaris, gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und sollte nicht mit einem gleichnamigen Vogel verwechselt werden. Den Winter überdauert die immergrüne, mehrjährige Pflanze in der schützenden Laubschicht über der Erdoberfläche (Hemikryptophyt). Bestäubt werden ihre gynodiözisch]en Blüten besonders von Hummeln und anderen Hautflüglern. Die Klausenfrüchte sind etwas klebrig. Die langlebigen Samen sind sogar etwas schleimig und sind selbst nach Verzehr von Tieren noch keimfähig.

Verwendung
Die Kleine Braunelle wurde im Mittelalter zur Behandlung der Bräune-Krankheit, welche Hautverfärbungen hervorruft, verwendet. Junge, nicht-blühende Pflanzenteile können auch als Salat oder als Gewürz verwendet werden.

Vorkommen
Die Kleine Braunelle blüht von Juni bis September auf Halbtrockenrasen, auf Kriech- und Trittrasen, auf feuchten Wiesen oder Weiden, oder an Rändern von Waldwegen. Verbreitet ist die Pflanze in den gemäßigten Klimazonen der Nord- und Südhalbkugel. Dort kommt es vom Flach- bis in das Hügelland bis etwa 2000 m Höhe vor. Sie kommt in fast allen deutschen Bundesländern häufig vor, genauso wie in den restlichen Teilen von Europa und West-Asien.

Erkennungsmerkmale
Die meist aufsteigend wachsende Kleine Braunelle wird 5 bis 30 cm groß. Sie bildet wurzelne oberirdische Ausläufer aus, mit denen sie sich auch vegetativ vermehren kann. Ihre abgerundeten, meist ganzrandig und nur selten gezähnten Blätter sind kurz gestielt, elliptisch oder eiförmig. Die meist zwittrigen Einzelblüten stehen in einer Thyrse. Selten kommen sogar rein weibliche Blüten vor, die deutlich kleiner sind. Die blauviolett gefärbten Kronblätter sind etwa 7 bis 15 mm lang und nur ganz selten weißlich gefärbt. Die Kronoberlippe ist mit 3 winzigen Zähnchen, die Unterlippe mit zwei sehr kleinen Zähnchen versehen. In der Blüte befinden sich zudem lange Staubblätter, die einen dornförmigen Zahn aufweisen.
Zur der sehr ähnlichen Großblütigen Braunelle sind folgende Merkmale jedoch verschieden: Das oberste Laubblattpaar befindet sich direkt am Grund des Blütenstandes. Die etwa 7 bis 15 mm lange Krone ist höchstens 2 mal so lang wie der Kelch.

Lamium album (Weiße Taubnessel)

lamium album
Lamium album
lamium album bluete
Blüte von Lamium album

Lamium galeobdolon (Goldnessel)

galeobdolon luteum
Lamium galeobdolon
galeobdolon luteum detail
L. galeobdolon Detail

Lamium argentatum (Silberblättrige Goldnessel)

galeobdolon argentatum
Lamium argentatum
galeobdolon argentatum blatt
Blatt von L. argentatum

Lamium amplexicaule (Stängelumfassende Taubnessel)

lamium amplexicaule
Lamium amplexicaule

Lamium maculatum (Gefleckte Taubnessel)

lamium maculatum
Lamium maculatum

Melissa officinalis (Melisse)

melissa officinalis
Melissa officinalis

Glechoma hederacea (Gundermann)

glechoma hederacea
Gundermann (G. hederacea)
glechoma hederacea bluete
Blüte v. Glechoma hederacea

Scutellaria hastifolia (Spießblättriges Helmkraut)

scutellaria hastifolia
Scutellaria hastifolia
scutellaria hastifolia blatt
Scutellaria hastifolia
Blatt
Das Spießblättrige Helmkraut Scutellaria hastifolia ist am besten an seinen spießförmigen Blättern zu erkennen. Seine Blüten sind kaum größer als die von Scutellaria galericulata. Die z.T. stark zurückgehende Stromtal-Pflanze ist in Deutschland eigentlich nur noch in Flüsstälern und entlang größerer Flüsse wie Elbe, Oder, Havel zu finden. Es besiedelt dort zumeist feuchte bis nasse, teils überflutete Staudenfluren, Auengehölzsäume und Tümpelränder.

Scutellaria galericulata (Sumpf-Helmkraut)

scutellaria galericulata
Scutellaria galericulata
scutellaria galericulata habitus
S. galericulata Habitus

Ballotta nigra (Schwarznessel)

ballota nigra
Ballotta nigra

Clinopodium vulgare (Wirbeldost)

clinopodium vulgare
Clinopodium vulgare

Thymus pulegioides (Arznei-Thymian)

thymus pulegioides
Thymus pulegioides

Galeopsis tetrahit (Gewöhnlicher Hohlzahn)

galeopsis tetrahit
Galeopsis tetrahit

Galeopsis bifida (Zweispaltiger Holzahn)

galeopsis bifida
Galeopsis bifida

Galeopsis speciosa (Bunter Holzahn)

galeopsis speciosa
Galeopsis speciosa
galeopsis speciosa detail
Galeopsis speciosa Detail

Leonurus marrubiastrum (Filziges Herzgespann)

leonurus marrubiastrum
Leonurus marrubiastrum
leonurus marrubiastrum detail
Leonurus marrubiastrum

Ajuga reptans (Kriechender Günsel)

ajuga reptans
Ajuga reptans
ajuga reptans detail
Ajuga reptans Blüte

Acinos arvensis (Feld-Steinquendel)

acinos arvensis
Acinos arvensis