Korseby Online - Ericaceae

Ericaceae

Die fast weltweit verbreiteten Heidekrautgewächse sind oft auf armem und sauren Böden zu finden, auf dem sie mit Hilfe von Mykorrhiza notwendige zusätzliche Nährstoffe erhalten.

Pyrola minor (Kleines Wintergrün)

pyrola minor
Pyrola minor
pyrola minor bluete
Pyrola minor Blüte
pyrola minor frucht
Pyrola minor Frucht
Das mykotrophe Kleine Wintergrün Pyrola minor bevorzugt mäßig frische, basenreiche, humose, schattige Böden und besiedelt vorwiegend nährstoffarme Laub- und Nadelwäldern, naturnahe Kiefernforsten, ist jedoch auch in Steinbrüchen und an Böschungen zu finden (hier vor allem im Gebirge). Die rosettig angeordneten, elliptisch-eiförmig-rundlichen Blätter bleiben auch den Winter über grün. Die Blattstiele sind kürzer als die Blattspreiten. Der bis 25 cm lange Stängel ist grünlich und häufig rötlich-violett überlaufen. Die etwa 4 mm langen Kronblätter sind nicht verwachsen. Die der Krone angedrückten Kelchzipfel sind dreieckig. Der gerade, nicht verdickte Griffel ist kürzer als die Blütenkrone. Bei Pyrola minor kommt es häufig zur Selbstbestäubung, da der mehlige Pollen aus den Poren der Staubblätter auf die tiefer gelegene Narbe herabrieselt.

Pyrola chlorantha (Grünliches Wintergrün)

pyrola chlorantha
Pyrola chlorantha

Orthilia secunda (Birngrün)

orthilia secunda
Orthilia secunda Blüte
orthilia secunda frucht
Orthilia secunda Frucht
Das Birngrün Orthilia secunda besiedelt moos- und flechtenreiche, schattige, mäßig trockene bis frische, nährstoffarme, bodensaure bis basenreiche, humose Sand- und Lehmböden in Nadelwäldern, Kiefernforste, seltener auch Buchen-Mischlaubwäldern oder in Steinbrüchen. Typische Begleitarten sind Pyrola chlorantha, Moneses uniflora oder Monotropa hypopitys. Häufige Begleitmoose in Waldstandorten sind Scleropodium purum, Pleurozium schreberi und Lophocolea bidentata. Durch anthropogene Eutrophierungen und forstwirtschaftliche Maßnahmen sind die Bestände des Birngrüns stark zurückgegangen. Erkennbar ist die Pflanze an den in einer einseitswendigen Traube stehenden Blüten, der halbkugeligen, glockenförmigen, grünlichweißen Krone und den im Gegensatz zu Pyrola-Arten entfernt stehenden Blättern. Die Art geht eine Symbiose mit einem Wurzelpilz ein (Mykorrhiza).

Moneses uniflora (Einblütiges Moosauge)

moneses uniflora
Moneses uniflora
moneses uniflora bluete
Moneses uniflora Blüte
Moneses uniflora bildet eine grundständige Rosette mit 1 bis 2 cm großen, rundlichen Blättern, aus denen ein einblütiger, bis 10 cm langer Stängel empor sprießt. Die nickende, wohlriechende Blüte wird bis 2 cm groß und hat weißlich-grüne Kelch- und weiße Kronblätter. Zur Zeit des Fruchtstandes ist die Frucht aufrecht. Im Boden bildet die Pflanze ein verzweigtes Rhizom, das auch der vegetativen Ausbreitung dient, aus. Das Moosauge ist auf der gesamten Nordhemisphäre in den kühl gemäßigten Breiten verbreitet. Es besiedelt besonders Nadelwälder und begleitet oft Fichtenholzanpflanzungen. Es ist aber auch in sauren Eichenwäldern zu finden. Typische Begleitmoose sind Scleropodium purum und Pleurozium schreberi.

Erica carnea (Schnee-Heide)

erica carnea
Blüte von Erica carnea
erica carnea alba
Erica carnea flav. alba

Erica tetralix (Glocken-Heide)

erica tetralix
Erica tetralix

Andromeda polifolia (Rosmarinheide)

andromeda polifolia
Andromeda polifolia

Ledum palustre (Sumpf-Porst)

ledum palustre
Ledum palustre
ledum palustre bluete
Ledum palustre Blüte