Korseby Online - Asteraceae
Asteraceae
Die artenreichste Familie der Korbblütengewächse ist weltweit in allen Klimazonen vertreten. Die Blütenstände bestehen zumeist aus Röhren- und Zungenblüten.
Index
- Anthemideae
- Aster tripolium (Strand-Aster)
- Achillea millefolium (Schafgarbe)
- Achillea salicifolia (Weidenblättrige Sumpf-Schafgarbe)
- Matricaria recutita (Gewöhnliche Kamille)
- Matricaria discoidea (strahlenlose Kamille)
- Strandkamillen
- Tripleurospermum perforatum (geruchlose Strandkamille)
- Tripleurospermum maritimum (Echte Strandkamille)
- Artemisia maritima (Strand-Beifuß)
- Artemisia campestris (Feld-Beifuß)
- Artemisia vulgaris (Gewöhnlicher Beifuß)
- Artemisia annua (Einjähriger Beifuß)
- Senecio vernalis (Frühlings-Greiskraut)
- Senecio inaequidens (Schmalblättriges Greiskraut)
- Senecio jacobaea (Jacobs-Greiskraut)
- Senecio vulgaris (Gewöhnliches Greiskraut)
- Arnica montana (Berg-Wohlverlei)
- Inula britannica (Wiesen-Alant)
- Galinsoga parviflora (Kleinblütiges Knopfkraut)
- Tanacetum vulgare (Rainfarn)
- Cardueae
- Centaurea cyanus (Kornblume)
- Centaurea triumfettii (Filzflockenblume)
- Centaurea scabiosa (Skabiosen-Flockenblume)
- Centaurea stoebe (Rispen-Flockenblume)
- Centaurea jacea (Wiesen-Flockenblume)
- Cirsium arvense (Ackerkratzdistel)
- Cirsium vulgare (gewöhnliche Kratzdistel)
- Cirsium palustre (Sumpf-Kratzdistel)
- Cirsium oleraceum (Kohl-Kratzdistel)
- Carduus nutans (Nickende Distel)
- Serratula tinctoria (Färber-Scharte)
- Echinops ritro (Ruthenische Kugeldistel)
- Carlina vulgaris (Golddistel)
- Arctium lappa (Große Klette)
- Xanthium albinum (Elb-Spitzklette)
- Eryngium maritimum (Stranddistel)
- Ferkelkräuter
- Hypochaeris radicata (Gewöhnliches Ferkelkraut)
- Hypochaeris maculata (Geflecktes Ferkelkraut)
- Lactuca tatarica (Tataren-Lattich)
- Mycelis muralis (Mauerlattich)
- Hieracium murorum (Wald-Habichtskraut)
- Hieracium umbellatum (Doldiges Habichtskraut)
- Hieracium lachenalii (Gewöhnliches Habichtskraut)
- Lapsana communis (Rainkohl)
- Crepis paludosa (Sumpf-Pippau)
- Tragopogon pratensis (Wiesen-Bocksbart)
- Leontodon autumnalis (Herbst-Löwenzahn)
- Leontodon hispidus (Rauher Löwenzahn)
- Berufkräuter
- Erigeron acris (Scharfes Berufkraut)
- Conyza canadensis (Kanadisches Berufkraut)
- Solidago virgaurea (Echte Goldrute)
- Wasserdost
- Eupatorium cannabinum (Gewöhnlicher Wasserdost)
- Filago minima (Zwerg-Filzkraut)
- Petasites hybridus (Gewöhnliche Pestwurz)
- Petasites spurius (Filzige Pestwurz)
- Bidens cernua (Nickender Zweizahn)
- Bidens tripartita (Dreiteiliger Zweizahn)
- Tussilago farfara (Huflattich)
- Cichorium intybus (Wegwarte)
- Helichrysum arenarium (Sand-Strohblume)
- Gnaphalium uliginosum (Sumpf-Ruhrkraut)
Anthemideae
Die Anthemideae sind eine Unterfamilie der Korbblütengewächse (Asteraceae). In ihr sind viele Heil- und Gewürzpflanzen mit ätherischen Ölen zu finden. Bekannteste Vertreter sind vor allem die echte Kamille (Gattung Matricaria), Hundskamille (Gattung Anthemis), Schafgarbe (Gattung Achillea), Beifuß (Gattung Artemisia), aber auch Gewürze wie Estragon (Artemisia dracunculus) und Zierpflanzen wie Chrysanthemen oder Margeriten (Gattung Chrysanthemum).
Aster tripolium (Strand-Aster)
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Aster tripolium
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Die Strand-Aster wächst primär auf nassen oder periodisch überfluteten Salzwiesen. Sie kommt jedoch auch an Rändern von salzhaltigen Gräben, Bächen, Flüssen, oder in Röhrichtgesellschaften vor. Im Binnenland kann die Pflanze auch am Rande von Salz- oder Kalihalden auftreten. An den Küsten ist sie recht weit verbreitet, während sie im Binnenland auf Grund des geringen Salzgehaltes nur selten vorkommt. Ihr Areal reicht von Europa bis Asien.
Erkennungsmerkmale
Die 15 bis 60 cm große ein- oder zweijährige Pflanze ist unbehaart und bildet linealisch lanzettlich geformte, ganzrandige Blätter aus, die fleischig und nur am Rand mit feinen Wimpern versehen sind. Am Grund befinden sich meist nicht-blühende Rosettentriebe und -blätter. Sie blüht zwischen Juli und September. Die Blütenköpfchen werden im Durchmesser etwa 2 bis 2,5 cm groß und stehen zu vielen in einer Doldentraube oder Doldenrispe. Die zungenförmigen, stumpfen Köpfchen-Hüllblätter sind 2 bis 3 mm breit und dem Köpfchen angedrückt. Die äußeren Zungenblüten sind hell blauviolett bis hell lila gefärbt. Die inneren Röhrenblüten sind gelblich gefärbt. Die Früchte bilden einen Pappus aus.
Achillea millefolium (Schafgarbe)
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Blüte von Achillea millefolium
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Achillea millefolium
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Die Gemeine Schafgarbe gilt als Heilpflanze.
Erkennungsmerkmale
Die Blüte besitzt weiße, selten rosa gefärbte (äußere) Zungenblüten, die (inneren) Röhrenblüten sind gelb-weißlich gefärbt. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober. Die Pflanze wird 15 bis 100 cm hoch.
Es existieren 2 Unterarten:
- A. millefolium ssp. millefolium:
- besitzt weiße Zungeblüten und ist weit verbreitet
- Blütenhüllblätter mit hellbraunem Rand
- eine max. Wuchshöhe von 1 m
- A. millefolium ssp. sudetica:
- besitzt rötlich violett, öfters auch rosa gefärbte Zungenblüten
- Blütenhüllblätter mit braunen bis schwarzbraunen Rand
- eine stärkere Behaarung der gesamten Pflanze
- eine max. Wuchshöhe von 50 cm
- Vorkommen: vor allem im alpinen Bereich Deutschlands
Achillea salicifolia (Weidenblättrige Sumpf-Schafgarbe)
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Achillea salicifolia
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Achillea salicifolia Blatt
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Vorkommen und Standortansprüche
Die Weidenblättrige Sumpf-Schafgarbe hat ihr Hauptvorkommen in Feuchtwiesen und nassen Uferstaudenfluren. In Deutschland kommt sie nur zerstreut in Brandenburg entlang der unteren Havel und an der Oder vor. Einige wenige Bestände sind auch in Nord- und Ost-Mecklenburg gesichtet worden, obgleich diese mehr oder minder unbeständig sind. Ihr Areal erstreckt sich über Ost-Europa bis nach Asien. In Ost-Deutschland ist ihre Arealgrenze, obgleich sich diese in den letzten Jahrzehnten weiter westwärts ausgedehnt haben soll. Ihr südlichstes Vorkommen wurde in der Türkei beobachtet. Achillea salicifolia ist die Kennart des Verbandes Filipendulo-Petasition. Es handelt sich um eine Feuchteliebende Art, die auch einen schwachen Salzgehalt ertragen kann.
Erkennungsmerkmale
Die Weidenblättrige Sumpf-Schafgarbe blüht im Juli und August. Sie bildet wie auch Achillea ptarmica linealisch lanzettliche Blätter aus. Diese sind jedoch zumindest in der oberen Hälfte des Stängels mit einigen auffälligen Harzdrüsen in Form von vertieften Punkten versehen. An beiden Seiten befinden sich zudem angedrückte, kurze Haare. Die Blätter sind matt graugrün gefärbt und doppelt gezähnt. Sie werden etwa 5 bis 10 mm breit. Es werden zumeist 6 bis 8 weiße Zungeblüten ausgebildet, die kürzer als die etwa 11 m breiten Blütenköpfe sind.
Matricaria recutita (Gewöhnliche Kamille)
Matricaria discoidea (strahlenlose Kamille)
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Matricaria discoidea
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Vorkommen
Die Pflanze wird vor allem an Ruderalstellen, Ödland und trockenen Schuttplätzen gefunden. Sie wächst nicht über einer Höhe von 1000 m.
Erkennungsmerkmale
Im Gegensatz zur echten Kamille besitzt die strahlenlose Kamille keine weißen Zungenblüten. Ihre Röhrenblüten sind gelblich-grün. Sie kann eine Größe von etwa 5 cm bis 40 cm erreichen.
Strandkamillen
Die Strandkamillen Tripleurospermum sind eine krautige Pflanzengattung und umfassen in Europa zwei Arten und gehören zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Sie sind ganzjährig grün und besitzen innere gelbe Röhrenblüten und äußere weiße Zungenblüten. Des Weiteren werden sie leicht mit der Echten Kamille verwechselt.
Tripleurospermum perforatum (geruchlose Strandkamille)
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Tripleurospermum perforatum
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Vorkommen
Die Strandkamille kommt in Deutschland nur in Nord- und Ostsee und angrenzenden Gebieten meist auf Wiesen oder in Dünen vor.
Erkennungsmerkmale
Die rund 1 m groß werdende Pflanze besitzt meist aufsteigende Stängel, selten niederliegend. Ihre Blüten bestehen aus gelben Röhrenblüten, die ein hohles Körbchen bilden, mit 20 bis 30 weißen Zungenblüten am Rand.
Systematik
Die Strandkamille wurde früher auch Matricaria maritimum genannt.
Tripleurospermum maritimum (Echte Strandkamille)
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Habitus von T. maritimum
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Blüte von T. maritimum
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Früchte von T. maritimum
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Vorkommen
Die Echte Strandkamille ist nur an Küsten-Spülsäumen oder an stark gefährdeten Salzstellen im Binnenland zu finden. Sie kommt zerstreut in Schleswig-Holstein, Mecklenburg, Niedersachsen, in Sachsen-Anhalt dagegen ist sie fast ausgestorben. Des Weiteren findet man die Pflanze in der temperierten litoralen Zone in ganz Europa. Sie kommt circumpolar vor.
Erkennungsmerkmale
Die Echte Strandkamille wird etwa 10 cm bis 50 cm groß, besitzt niederliegende bis aufsteigende Stängel und etwas fleischige Blattzipfel. Der Boden des Blütenkopfes ist gewölbt und halbkugelig. Die Köpfe sind im Durchmesser etwa 25 bis 50 mm breit. Die weißen 20 bis 30 Zungenblüten sind bis zum Schluss ausgebreitet. Die dunkel gerunzelten Rippen der Früchte sind dicht aneinanderliegend, ihre zwei Öldrüsen elliptisch geformt und getrennt und mehr als zwei Mal so lang wie breit.
Artemisia maritima (Strand-Beifuß)
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Artemisia maritima
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Artemisia maritima Detail
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Artemisia maritima Habitus
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Vorkommen
Der Strand-Beifuß ist an der Nordseeküste relativ verbreitet, während er an der Ostseeküste nur zerstreut vorkommt. Im Binnenland ist er äußerst selten zu finden. Seine Verbreitung ist auf die litoralen Bereiche Mitteleuropas beschränkt - d.h. er kommt nur in Küstennähe vor. Weitere binnenländische Bestände in Deutschland gibt es in Thüringen und Süd-Hessen. An der Ostseeküste ist er u.a. in der Wismarbucht bis nach Stralsund und Rügen zu finden. Er besiedelt salzhaltige Uferbereiche der Küsten, kommt jedoch auch auf wechselfeuchten bis -nassen Salzrasen vor. Sein Hauptvorkommen besitzt er in Salzpflanzenfluren. Er ist zudem die Kennart der Pflanzen-Assoziation Armerion maritimae.
Erkennungsmerkmale
Der formenreiche Strand-Beifuß wird etwa 20 bis 80 cm groß und blüht im Herbst zwischen September und Oktober. Die gesamte Pflanze ist mit kleinen weißlichen oder graufilzigen Haaren versehen. Von ihr geht ein stark aromatischer Geruch aus, den man bereits in einigen Metern Entfernung wahrnehmen kann. Die unteren Laubblätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und besitzen ebenfalls einen grauweißlichen Filz. Die oberen Blätter sind nur einfach gefiedert, wobei die Blattzipfel linealisch geformt sind und etwa 1 mm breit sind. Die kleinen, reduzierten, zwittrigen Einzelblüten stehen in einem ausgebreiteten rispigen Gesamtblütenstand an meist übergebogenen Ästen. Das eiförmige Blütenköpfchen ist im Durchmesser nur etwa 1,5 mm breit. Der Köpfchenboden ist nicht behaart. Die Blütenhüllblätter sind dagegen graufilzig. Die winzigen Röhrenblüten können rötlich oder gelblich gefärbt sein.
Artemisia campestris (Feld-Beifuß)
Artemisia vulgaris (Gewöhnlicher Beifuß)
Artemisia annua (Einjähriger Beifuß)
Senecio vernalis (Frühlings-Greiskraut)
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Senecio vernalis
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Senecio vernalis Habitus
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Vorkommen
Das Frühlings-Greiskraut wächst bevorzugt an halbtrockenen Ruderalstellen, relativ nährstoffreichen Rasen, auf Brachen und lehmigen Äckern. Es ist vom Tiefland bis in die collinen Bereiche zu finden. In Österreich ist es zerstreut bis selten. Vermutlich ist es um 1850 aus Osteuropa eingewandert. Deshalb gilt es hierzulande als Neophyt. Wohl hat es sich entlang von Bahngleisen verbreitet. Deshalb sind noch heute einige Vorkommen entlang von Bahnschienen und an Bahnhöfen vorhanden. Sonst kommt es im übrigen Europa und Vorderasien vor.
Morphologische Merkmale
Das Frühlings-Greiskraut erreicht eine Wuchshöhe von 50 cm. Auf nährstoffreichen Böden kann es selten sogar bis 80 cm groß werden. Es blüht von Mai bis Oktober. Die Laubblätter sind beiderseits dicht spinnwebig-wollig, verlieren diese Behaarung jedoch oft während des Alterns. Die Blattspreite ist fiederspaltig, die Einzelabschnitte sind eiförmig und grob gezähnt. Die 6 bis 12 äußeren Blütenhüllblätter besitzen eine kahle Spitze und sind fast bis zur Spitze schwarz gefärbt. Im Blütenköpfchen gibt es insgesamt 21 Hüllblätter, also auch meist 9 bis 15 innere Hüllblätter. Die Blütenköpfchen haben einen Durchmesser von etwa 2,5 cm und sind glockenartig geneigt. Meist gibt es 13 Zungenblüten. Die Einzelblüten sind hellgelb bis goldgelb gefärbt. Der Pappus ist bleibend und die Früchte sind behaart.
Senecio inaequidens (Schmalblättriges Greiskraut)
Senecio jacobaea (Jacobs-Greiskraut)
Senecio vulgaris (Gewöhnliches Greiskraut)
Arnica montana (Berg-Wohlverlei)
Inula britannica (Wiesen-Alant)
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Inula britannica
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Inula britannica
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Erkennungsmerkmale
Die tiefgelben Blüten des Wiesen-Alants stehen in 1 bis 4 Köpfchen und erreichen einen Durchmesser von 3 bis 5 cm. Die charakteristischen äußeren Zungenblüten sind dabei länger als die inneren Röhrenblüten. Die äußeren und mittleren Hüllblätter sind langhaarig und gleich lang. Die häufig leicht gezähnelten Blätter sind eilanzettlich bis schmal lanzettlich geformt. Die oberen und mittleren sind stängelumfassen oder sind mit einem schwach herzförmigem Grund sitzend. Auf der Unterseite sind diese dicht seidig behaart und dichtdrüsig.
Vorkommen
Der Wiesen-Alant ist eine eurasisch verbreitete Art, die wechselfeuchte, teils überflutete Wiesen, zeitweise überschwemmte Gewässerränder und Gräben und Ruderalstellen besiedelt. Er kann als Charakterart der Flussstromtäler und Verlandungsbereiche der Küstenabschnitte angesehen werden. Derzeit gehen in Deutschland seine Bestände stark zurück. In vielen Bundesländern wird die Pflanze bereits auf der Roten Liste geführt.
Galinsoga parviflora (Kleinblütiges Knopfkraut)
Tanacetum vulgare (Rainfarn)
Cardueae
Die Cardueae sind eine Unterfamilie der Korbblütengewächse Asteraceae. Neben einigen Distel-Familien wie z.B. die der Kratzdisteln, werden auch Flockenblumen (zu denen die bekannte Kornblume gehört) dazu gezählt. Selbst die Kletten-Familie Arctium und die als Gemüse bekannte Artischocke gehören zur Unterfamilie Cardueae. Saflor findet beim Menschen vor allem im Orient Verwendung als Farb- und Ölpflanze.
Centaurea cyanus (Kornblume)
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Blüte von Centaurea cyanus
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Hippokrates, der berühmte griechische Arzt, benutzte den Namen Centaurea für die Kornblume. Er leitet sich möglicherweise vom Centauren Chiron ab, der eine Wunde am Fuße des Helden Achilles geheilt haben soll. Ceres, die römische Göttin der Ernte, trug die Kornblume im Haar. Obwohl ihr keine direkte Heilung nachgewiesen werden kann, benutzt man sie oft gegen Entzündungen, Hautrötungen und Bindehautreizungen. Selten ist sie auch Bestandteil von Kosmetika. Sie ist nicht giftig.
Die Kornblume gehört zur Gattung der Flockenblumen, die ihrerseits wieder zur Familie der Korbblütengewächse Asteraceae gezählt werden, eine sehr vielfältige Pflanzenfamilie, deren Vertreter alle zusammengesetzte Blüten besitzen.
Sie ist eine einjährige Sommerpflanze, die entweder als Samen überwintert, dann im Frühjahr keimt und im Herbst desselben Jahres abbstirbt (sommerannuell) oder im Herbst auskeimt, dann als Keimpflänzchen überwintert, im Frühjahr schließlich blüht und danach stirbt (einjährig überwinternd).
Vorkommen
Die Kornblume wird vor allem am Rande von Kornfeldern gefunden (daher ist auch ihr deutscher Name kaum verwunderlich), an Schuttplätzen und recht trockenen Standorten.
Erkennungsmerkmale
Die leuchtend hellblauen randlichen Röhrenblüten der Kornblume sind am Rand auffallend vergrößert und steril. Jedes Kronblatt ist zudem 3-fach geteilt. Die Form der Laubblätter ist schmal lanzettförmig, die spitz zulaufen. Sie werden zudem höchstens 5 mm breit und sitzen wechselständig am Stengel. Die Unterseite der Blätter ist behaart. Die Kornblume wird zwischen 20 cm und 1 m groß.
Centaurea triumfettii (Filzflockenblume)
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Blüte von Centaurea triumfettii
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Vorkommen
Die Filzflockenblume wächst von Mai bis Juli an trockenen Stellen, in Gebüschen, und Laubwäldern, auf Bergwiesen und subalpinen Grashalden.
Erkennungsmerkmale
Sie wird 10 mm bis 60 cm groß, besitzt blaue Randblüten (Röhrenblüten) und violett gefärbte Scheibenblüten (Zungenblüten). Ihre Blätter sind ungeteilt und schmal-lanzettlich, unterseits graufilzig. Die oberen Blätter sind herablaufend. Im Gegensatz zur Bergflockenblume sind die Fransen der Hüllblätter meist hell und fast doppelt so lang wie die Breite des bräunlichen Hüllblattrandes.
Centaurea scabiosa (Skabiosen-Flockenblume)
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Centaurea scabiosa
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Centaurea scabiosa Detail
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Centaurea scabiosa Habitus
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Vorkommen
Die Skabiosen-Flockenblume blüht im Juli und August. Sie ist auf Trocken- oder Halbtrockenrasen, an mäßig trockenen Ruderalstellen an Wegrändern oder auf trockenen Wiesen zu finden. Auf extensiv genutzten Äckern und auf subalpinen Steinrasen kommt sie ebenfalls vor. Sie bevorzugt kalkreiche Böden. In Deutschland reicht ihre Verbreitung von zerstreut bis relativ häufig. Sie kommt zudem im übrigen Europa bis nach West-Asien vor. In wenigen Teilen Nord-Amerikas ist sie als Neophyt zu finden. Natürlicherweise wächst die Skabiosen-Flockenblume nur in den temperierten Breiten vom Flach- bis in das Hügelland der Nordhemisphäre.
Erkennungsmerkmale
Die Skabiosen-Flockenblume kann bis 1,20 m groß werden und besitzt einen kantigen, rauhen Stängel, der über der Mitte aufrecht abstehende Ästen ausbildet, welche jedoch nicht sparrig verzweigt sind. Die grünen und ledrigen, meist nur wenig rauh behaarten Blätter sind fiederteilig. Die Fieder-Abschnitte sind länglich oder schmal lanzettlich geformt. Die Einzelblüten stehen zusammen in einem einzelnen endständigen Köpfchen, welcher im Durchmesser etwa 2 cm hoch wird und bis 4 cm breit. Die Hüllblätter (s. Abb.) weisen keine Nerven auf. Die ausgefransten Anhängsel besitzen am Rand einen gezähnten oder gewimperten Saum, der relativ weit herabläuft. Die Farbe der Kronblätter variiert von dunkelpurpurn über purpurn oder hellrot bis selten sogar weiß. Der Pappus ist fast so lang wie die Achänenfrüchte.
Auf subalpinen Steinrasen der Alpen kommt zudem die Unterart alpestris vor, die sich durch schwarze Hüllblättchen unterscheidet.
Centaurea stoebe (Rispen-Flockenblume)
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Centaurea stoebe
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Centaurea stoebe Habitus
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C. stoebe Hüllblätter
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Vorkommen
Die Rispen-Flockenblume blüht von Juni bis August und kommt bevorzugt auf Trocken- oder Halbtrockenrasen, in relativ nährstoffreichen Ruderalgesellschaften an Rändern von Wegen oder trockenwarmen Wiesen vor. Die Pflanze besitzt ihr Schwerpunktvorkommen in der pflanzensoziologischen Klasse Festuco-Brometea, ihr Hauptvorkommen in den Klassen Sedo-Scleranthetea und Agropyretea intermedii-repentis und im Verband Dauco-Melilotion. Sie ist zudem die Kennart der Ordnung Festucetalia valesiacae. In Deutschland ist die Pflanze von zerstreut bis mäßig häufig außerhalb der menschlichen Siedlungsbereiche anzutreffen.
Merkmale
Die Rispen-Flockenblume wird etwa 30 cm bis 1 m groß und bildet fiederteilige linealische Blätter aus, die, wie die gesamte Pflanze, mit kleinen weißgräulich schimmernden Haaren besetzt sind. Die Einzelblüten stehen in einem rispig gehäuften Köpfchen, der eiförmig gewölbt ist. Die 5-nervigen Hüllblätter besitzen charakteristische dunkelbraun gefärbte, ausgefranste Anhängsel, die jedoch oft veränderlich sind. Die inneren Kronblätter sind hellviolett bis pupurn gefärbt. Die Achänenfrucht ist nur 3 bis 5 mm lang. Der reduzierte Pappus wird meist nicht größer als 0,5 mm.
Centaurea jacea (Wiesen-Flockenblume)
Cirsium arvense (Ackerkratzdistel)
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Blüte von Cirsium arvense
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junge Cirsium arvense
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Sie ist übrigens mit der Kornblume und der Artischocke eng verwandt.
Vorkommen
Die Pflanze kommt vor allen an Wegrändern und Ruderalstellen in ganz Deutschland vor. Selten wächst sie in Gebieten, die höher als 2000 Meter liegen. Sie mag vor allem trockene Standorte, gelegentlich findet man sie aber auch an feuchteren, halbschattigen Plätzen.
Erkennungsmerkmale
Die Ackerkratzdistel besitzt buchtig gezähnte Laubblätter, die eine stachelige Bewimperung aufweisen. Ihre Stacheln werden etwa 5 mm groß und spitz. Ihr farbiger Blütenkronsaum ist bis zum Grund 5-spaltig. Die Blüte ist rötlich bis lila gefärbt. Zudem besitzt sie einen federigen Pappus.
Cirsium vulgare (gewöhnliche Kratzdistel)
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Blüte von Cirsium vulgare
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Cirsium vulgare
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In Deutschland existieren zwei Unterarten:
- Cirsium vulgare ssp. vulgare wird nur etwa 1,5 m hoch, ist dafür aber reich verzweigt. Die Unterseiten ihrer Blätter sind kurz behaart. Wachsen tut sie in südlichen Regionen bis in den Oktober hinein.
- Cirsium vulgare ssp. silvaticum wird bis zu 3,5 m hoch und besitzt lange aufrechte Äste. Die Unterseiten der Blätter sind weicher und mit wenig weißem Filz behaart. Man findet sie vor allem an schattigen Standorten und in Wäldern meist nur im Juli. (Synonym für Cirsium laceolatum ssp. hypoleucum)
Die gewöhnliche Kratzdistel ist übrigens mit der Kornblume und der Artischocke eng verwandt. Sie sieht der Ackerkratzdistel und der Sumpfkratzdistel recht ähnlich.
Vorkommen
Die Pflanze kommt vor allem in feuchten Wiesen und selten an Wegesrändern in ganz Deutschland vor. Sie mag vor allem relativ feuchte und schattige Standorte.
Erkennungsmerkmale
Die gewöhnliche Kratzdistel oder auch Lanzettkratzdistel besitzt herablaufende Stängel. Ihre Blätter sind auffällig stachelig gezähnt. Die Blüten werden meist doppelt so breit wie der obere Teil der Blütenhülle, die wie ein eiförmiger Korb geformt ist. Diese bildet im Gegensatz zur Ackerkratzdistel keinen Filz aus.
Cirsium palustre (Sumpf-Kratzdistel)
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Cirsium palustre
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Die Sumpfkratzdistel ist übrigens mit der Kornblume und der Artischocke eng verwandt. Sie sieht der Ackerkratzdistel sehr ähnlich.
Vorkommen
Die Pflanze kommt vor allem in Sümpfen, Gräben, an Ufern oder in Auwäldern in ganz Deutschland vor. Sie mag nur feuchte und schattige Standorte.
Erkennungsmerkmale
Die Köpfe der Sumpfkratzdistel liegen in kurz gestielten Knäueln. Ihre Stängel sind bis zur Spitze mit stacheligen Blättern versehen, die oft rötlich unterlaufen und mit etwas Filz belegt sind. Die Pflanze wird etwa 30 cm bis 2 m groß.
Cirsium oleraceum (Kohl-Kratzdistel)
Carduus nutans (Nickende Distel)
Serratula tinctoria (Färber-Scharte)
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Serratula tinctoria
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Serratula tinctoria
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Erkennungsmerkmale
Die Färber-Scharte wird etwa 30 bis 100 cm groß. Sie ist unbehaart und im oberen Teil verzweigt. Die unteren Blätter sind eiförmig bis lanzettlich und gestielt, die höheren fiederspaltig und ungestielt, beide sind scharf gesägt. Die rispig angeordneten Korbblüten sind röhrenförmig und purpurfarben, selten auch weiß. Die glockenförmige Hülle ist zylindrisch und rund 15 Millimeter lang, die Hüllblätter lanzettlich und an der Spitze schwärzlich, Anhängsel fehlen. Sie blüht von Juli bis September. Es werden auch noch zwei Unterarten unterschieden.
Vorkommen
Die Art ist von Nordspanien bis Sibirien verbreitet, auf halbschattigen bis halbsonnigen Standorten auf Wiesen, in offenen Wäldern und auf Hochstaudenfluren mit mageren Böden. In Deutschland ist die Pflanze ein eingebürgerter Neophyt, der jedoch selten geworden ist.
Echinops ritro (Ruthenische Kugeldistel)
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Echinops ritro
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Echinops ritro Blatt
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Erkennungsmerkmale
Die Ruthenische Kugeldistel kann bis 1,50 m groß werden und kann sich bis etwa 80 cm in die Breite mit mehreren blütentragenen Stängeln ausbreiten. Charakteristisches Merkmal ist der silbrigweiße Stängel und die großen, tief eingeschnittenen stacheligen Blätter, die eine flaumige Unterseite besitzen können. Zuweilen kann auch die Oberseite flaumig sein. Der Blütenkopf kann bei Zuchtformen bis 5 cm im Durchmesser betragen. Die Einzelblüten des Blütenkopfes sind tief azurblau gefärbt und besitzen häufig einen violett gefärbten Teilblütengrund.
Carlina vulgaris (Golddistel)
Arctium lappa (Große Klette)
Xanthium albinum (Elb-Spitzklette)
Eryngium maritimum (Stranddistel)
Ferkelkräuter
Die Ferkelkräuter Hypochaeris beschreiben eine Gattung der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Die Gattung umfasst etwa 60 Arten weltweit. Wie alle Vertreter der Cichorioideae besitzen die Ferkelkräuter ausschließlich Zungenblüten. Diese sind zumeist gelblich gefärbt. Alle Ferkelkräuter bilden einen Pappus aus, deren einzelnen Haare deutlich gefiedert sind. Die Blätter sind meist grundständig und bilden eine Blattrosette.
Hypochaeris radicata (Gewöhnliches Ferkelkraut)
Das Gewöhnliche Ferkelkraut Hypochaeris radicata ist ein Korbblütler, der ausschließlich Zungenblüten besitzt. Er ist ein kurzlebiger Hemikryptophyt, der den Winter durch seine Pfahlwurzel überdauert. Er wird durch Insekten bestäubt und seine Früchte werden vom Wind ausgebreitet.
Vorkommen
Das Gewöhnliche Ferkelkraut blüht zwischen Juni und August und wächst bevorzugt auf trockenen bis halbtrockenen Wiesen, Halbtrockenrasen, oder an Waldrändern auf nicht kalkhaltigen Böden. Er ist in ganz Deutschland bis in montane Höhenlagen relativ weit verbreitet genauso wie im übrigen Europa. Er kommt zudem auf der gesamten Nord-Hemisphäre, in Asien und in Teilen Amerikas vor.
Erkennungsmerkmale
Das Gewöhnliche Ferkelkraut wird 20 bis 70 cm groß. Seine grundständigen und ungefleckten Blätter sind mit zerstreuten Borstenhaaren versehen. Der blaugrüne meist verzweigte Stängel trägt mehrere Blütenköpfchen, ist unten steifhaarig, oben dagegen kahl und höchstens mit ein paar schuppenförmigen Hochblättern versehen. Die Blütenhülle wird ungefähr 15 bis 25 mm lang. Der Köpfchenboden besitzt Spreublätter. Die Kronblätter sind länger als die Hülle. Saämtlich ausgebildete Früchte sind lang geschnäbelt. Der zweireihige Pappus ist nur nach innen gefiedert.
Hypochaeris maculata (Geflecktes Ferkelkraut)
Lactuca tatarica (Tataren-Lattich)
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Lactuca tatarica
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L. tatarica hat Milchsaft
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Vorkommen
Der Tataren-Lattich blüht im Juli und August und ist zumeist an Küsten zu finden. Dort wächst er in naturbelassenen Dünen oder alten Küstenspülsäumen. Doch auch an Ruderalstellen meist auf Schutt ist er zu finden. Er kann zudem einen geringen Salzgehalt im Boden aushalten. In Deutschland ist er nur an den Küsten relativ häufig. Im übrigen Deutschland kommt die Pflanze selten vor. Er ist sonst im übrigen Europa und Teilen Asiens verbreitet.
Morphologische Merkmale
Der Tataren-Lattich wird 30 cm bis zu 1 m groß und bildet unterirdische Ausläufer aus. Seine meist fiederschnittigen oder mindestens leicht eingeschnittenen Blätter sind mit dem verbreiterten Grund sitzend. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal sind die Blütenhüllblätter, die purpurn gefleckt sind. Wie andere Lattiche auch, besitzt der Tataren-Lattich weißen Milchsaft. Der Tataren-Lattich bildet blauviolette selten weiße Blütenstände aus. Die einzelnen Blütenköpfe stehen in einer verlängerten Rispe und bilden ausschließlich Zungenblüten aus. Der Fruchtschnabel ist kürzer als die grünlich-braune und gefleckte Frucht.
Mycelis muralis (Mauerlattich)
Hieracium murorum (Wald-Habichtskraut)
Hieracium umbellatum (Doldiges Habichtskraut)
Hieracium lachenalii (Gewöhnliches Habichtskraut)
Lapsana communis (Rainkohl)
Crepis paludosa (Sumpf-Pippau)
Tragopogon pratensis (Wiesen-Bocksbart)
Leontodon autumnalis (Herbst-Löwenzahn)
Leontodon hispidus (Rauher Löwenzahn)
Berufkräuter
Das Berufkraut Erigeron bildet eine Gattung in der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Sie umfassen weltweit etwa 200 Arten von teils immergrünen Stauden und Kräutern. Vorwiegend sind diese in den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemissphäre und vor allem in Nord-Amerika zu finden. Heimisch sind nur 9 Arten. Einigen Arten wird nachgesagt, dass sie helfen, Flöhe abzuwehren. Alle Arten bevorzugen zumeist geschützte, sandige Stellen. Einige Gartensorten werden auch mit Aller bezeichnet.
Erkennungsmerkmale
Die Berufkräuter besitzen Röhren- und Zungenblüten. Letztere sind weiß bis rot-bräunlich gefärbt und fast doppelt so lang wie die Röhrenblüten und nach außen ausgebreitet. Diese stehen zudem mehrreihig und ihre Zunge ist schmal linealistisch. Die Blätter sind stets wechselständig, nur die unteren sind häufig grundständig oder als Rosette angeordnet.
Namensherkunft
Der deutsche Name leitet sich von berufen (verhexen) ab. Traten Krankheiten auf, für deren Verursacher Zauberer und Hexen der Schwarzen Magie gehalten wurden, wurden Waschungen mit einem Sud von Erigeron und Heilkräutern durchgeführt.
Der botanische Name stammt von griechisch eri = früh und geron = Greis und bezieht sich auf die bald nach der Blüte erscheinenden weißen Haare der Früchte.
Erigeron acris (Scharfes Berufkraut)
Das Scharfe Berufkraut Erigeron acris gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).
Beschreibung
Es ist eine zweijährige krautige Pflanze. Das Scharfe Berufkraut wird etwa 10 bis 60 cm hoch und besitzt 6 bis 12 mm breite Köpfe, die in einer wenigästiger Rispe stehen. Die Zungenblüten sind rötlich bis bräunlich gefärbt und die Zungen dieser sind aufrecht und nicht länger als die der Röhrenblüten.
Vorkommen
Die Pflanze blüht von Juni bis September und man findet sie auf Halbtrockenrasen, sandigen Böden und seltener auch auf Schwemmschotterfluren. In ganz Deutschland ist sie weit verbreitet, nur im Alpenraum ist sie potentiell gefährdet. Im übrigen kommt sie circumpolar vor.
Conyza canadensis (Kanadisches Berufkraut)
Solidago virgaurea (Echte Goldrute)
Wasserdost
Der Wasserdost Eupatorium ist eine Pflanzengattung der Korbblütengewächse. Weltweit gibt es etwa 40 Arten, ist nur eine heimisch (der Gewöhnliche Wasserdost). Die anderen Arten kommen zumeist in Amerika vor, einige wenige auch in Asien.
Die Wasserdoste sind alles mehrjährige Halbsträucher oder Stauden mit weiß bis dunkel-violett gefärbten Blütenlöpfchen in großen endständigen Rispen. Sie bevorzugen feuchte Böden oder halbschattige Pflätze. Nur wenige Arten werden als Zierpflanzen genutzt.
Eupatorium cannabinum (Gewöhnlicher Wasserdost)
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Eupatorium cannabinum
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Es ist eine ausdauernde Pflanze, die als Hemikryptophyt den Winter überdauert. Seine Blüten sind insektenbestäubt. Insbesondere Falter sprechen auf die rispigen Blütenstände an. Selten ist auch Selbstbestäubung zu beobachten. Die Samen sind windausgebreitet. Früher wurde er sogar als Heilpflanze gebraucht.
Vorkommen
Der Gewöhnliche Wasserdost blüht zwischen Juli und September und wächst bevorzugt auf feuchten Wiesen, an Ufern oder Gräben in Nähe von Gewässern, oder an lichten Waldstellen oder Waldschlägen. Man zählt ihn zu den klassischen Sumpfpflanzen. Er ist in ganz Deutschland verbreitet, in Nordrhein-Westfalen kommt er sogar häufig vor. Im übrigen Europa ist er ebenso zu finden wie in Teilen Nordamerikas. Er soll sogar als Neophyt in Australien vorkommen.
Erkennungsmerkmale
Der Gewöhnliche Wasserdost ist eine 50 cm bis 1,50 m groß werdende sommergrüne Staude mit handförmig drei- bis fünfgeteilten gegenstndigen Blättern. Ihre Blütenköpfe stehen in dichten Schirmrispen und enthalten nur Röhrenblüten. Die Köpfe sind 2 bis 5 mm groß, enthalten rosa gefärbte Kronblätter, blühen von innen nach außen auf und sind eiförmig bis walzenförmig. Der Kopfboden besitzt keine Spreublätter. Der Pappus besteht aus unendlich vielen Haaren.
Filago minima (Zwerg-Filzkraut)
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Filago minima
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Erkennungsmerkmale
Er wird nur 5 bis 20 cm hoch und ist meist bereits vom Grund an verzweigt (im Gegensatz zum recht ähnlichen Filago arvensis). Die gesamte Pflanze ist seidig graufilzig. Der Hauptstängel endet in einem kopfartigen 3- bis 7-blütigen Knäuel. Die winzigen Blütenköpfchen sind nur etwa 3 groß. Die breit hautrandigen Hüllblätter sind nur in der unteren Hälfte filzig. Die linealischen Blätter werden nicht länger als 10 mm.
Vorkommen
Das Zwerg-Filzkraut besiedelt zumeist Trocken- und Halbtrockenrasen. Zudem ist es häufig in kurzlebigen, ruderalen Äcker- und Unkrautfluren zu finden. Die kalkmeidende Pflanze ist in Deutschland nur zerstreut zu finden. Vielerorts gehen die Bestände zurück. Deshalb wird es auch auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen als Gefährdet eingestuft. Es kommt sonst nur im übrigen Europa vor.
Petasites hybridus (Gewöhnliche Pestwurz)
Petasites spurius (Filzige Pestwurz)
Bidens cernua (Nickender Zweizahn)
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Bidens cernua
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