Korseby Online - Frullaniaceae

Frullaniaceae

Diese Moosfamilie umfasst 5 Gattungen, wovon nur eine in Europa vorkommt und dessen Vertreter einen als Wassersack umgebildeten Unterlappen aufweisen.

Frullania dilatata (Breites Wassersackmoos)

frullania dilatata
Frullania dilatata
Erkennungsmerkmale
Das diözische Frullania dilatata bildet flache, dem Substrat angedrückte, braune bis dunkelgrüne, nicht glänzende Überzüge oder Rasen. Die Stämmchen sind unregelmäßig verzweigt. Die rundlich-ovalen Oberlappen sind ganzrandig. Der Wassersack ist haubenförmig und etwa so lang wie breit. Die Wände der um die 25 µm großen Blattlappenzellen sind charakteristisch knotig verdickt und enthalten etwa 4 bis 8, wasserhelle Ölkörper. Die spatelförmigen, zu 1/3 eingeschnittenen Unterblätter sind wenig breiter als das Stämmchen. Männliche Gametangienstände werden in dicht beblätterten, kurzen, seitenständigen Ähren gebildet. Die weiblichen sind ähnlich, jedoch kleinere Unterlappen und größere Hüllunterblätter.

Vorkommen
Frullania dilatata wächst epiphytisch in besonnten, mittleren Stammbereichen auf meist basenreicher Laubholzborke oder auf basischem Gestein. Das Moos ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Typische Begleitmoose gibt es nicht, da die Art meist einzeln auftritt.

frullania dilatata habitus
Frullania dilatata
Habitus
frullania dilatata flankenblattzellen
Frullania dilatata
Flankenblattzellen
frullania dilatata unterblaetter
Frullania dilatata
Unterblätter

Frullania fragilifolia (Bruchblättriges Wassersackmoos)

frullania fragilifolia
Frullania fragilifolia

Frullania tamarisci (Tamarisken-Wassersackmoos)

frullania tamarisci
Frullania tamarisci